„Ich war gegen die Abschaffung der Wehrpflicht“

FRAGE DER WOCHE  Das TAGEBLATT hat sich umgehört: Ist die gerade diskutierte allgemeine Dienstpflicht eine gute Idee? 

Christine Urban. (Foto Ukleja)
Christian Rehn. (Foto Ukleja)
Jana Urban. (Foto Ukleja)
Gerlinde Ancke. (Foto Ukleja)
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Christine Urban (41) aus Tiefenbach: „Wenn es verpflichtend ist, halte ich gar nichts davon. Ich will mir mein Leben nicht vorschreiben lassen. Auch meine Kinder sollen selbstbestimmt sein und nicht möglicherweise noch ein weiteres Jahr zu Hause rumsitzen müssen.“

Christian Rehn (19) aus Gräveneck: „Ich finde das gut. Viele Leute in meinem Alter wissen noch nicht, was sie nach der Schule machen sollen. Eine Orientierungshilfe ist da sicher nicht schlecht. Bestimmt ließe sich ein solcher Dienst auch sehr abwechslungsreich gestalten. Außerdem täte ein anderer Tonfall, zum Beispiel beim Bund, einigen nicht schlecht.“

Jana Urban (20) aus Braunfels: „Ich arbeite als Krankenschwester und wir suchen immer Personal. Ein verpflichtender Zivildienst könnte hilfreich sein, um junge Menschen für den Beruf zu begeistern. Außerdem ist es ja nur ein Jahr und man würde mal etwas anderes ausprobieren. Allerdings finde ich, dass es Ausnahmen geben sollte, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen.“

Gerlinde Ancke (69) aus Edelsberg: „Ich war schon damals gegen die Abschaffung der Wehrpflicht. Meine Sorge war und ist, dass sich hauptsächlich Waffeninteressierte freiwillig melden. Eine Wiedereinführung der Wehrpflicht könnte auch mehr kritisch Denkende zur Bundeswehr bringen und erneut für eine ,Armee aus allen’ sorgen. Falls eine allgemeine Dienstpflicht kommt, sollte sie tatsächlich auch für alle, also Männer und Frauen gelten. Ich glaube jedoch nicht, dass sie eingeführt wird.“ (puk)


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