Ankommen in Limburg

Soziales Helferkreis Blumenrod holt Flüchtlinge an einen Tisch

Bürgermeister Marius Hahn ((M.) hofft, dass sich die Flüchtlinge in Limburg gut aufgehoben fühlen. (Foto: privat)

Sie sind angekommen in Deutschland, in der Stadt. Ihre Zukunft ist oft noch nicht geklärt, die hängt von ihren Herkunftsländern ab.

Bürgermeister Marius Hahn (SPD) äußerte seine Hoffnung, dass sich die Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Iran und aus anderen Ländern gut angenommen fühlen. Mauern seien nicht das richtige Mittel in Zeiten vieler kriegerischer Auseinandersetzungen auf der Welt. Deutschland habe schlechte Erfahrungen mit Mauern gemacht, die ein ganzes Land geteilt haben, sagte Hahn mit Blick auf die USA, deren neuer Präsident entschieden auf Mauern als Abgrenzung setzen will.

Hahn fordert Asylbewerber auf, Deutsch zu lernen und sich zu informieren, wie man sich verhält

Die neuen Bürger forderte er dazu auf, so schnell wie möglich die deutsche Sprache zu lernen und sich darüber zu informieren, wie man sich im Alltag verhält.

Jürgen Eufinger, der die Gemeinwesenarbeit der Caritas leitet, sagte dem Helferkreis in Blumenrod, der aus zwölf bis 15 Frauen und Männern besteht, einen besonderen Dank für seine Deutschkurse, die Einrichtung des Nachbarschaftscafés und weiteren Angeboten.

„Es ist die Phase des Ankommens“, sagt Huriya Hassen über die Situation der Flüchtlinge. Die Sozialarbeiterin betreut als Mitarbeiterin der kreiseigenen Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung (Gab) eingebunden in ein Team insgesamt drei Gemeinschaftsunterkünfte, zwei am Kissel und eine in der Zeppelinstraße. Die Belegung ist ganz unterschiedlich. Während in der Zeppelinstraße vor allem Einzelflüchtlinge untergebracht sind, leben in den zwei Einrichtungen am Kissel vor allem Familien zwischen drei und neun Personen stark.

Die Phase des Ankommens ist zugleich eine Zeit des Wartens auf den Bescheid. Werden die Flüchtlinge als Asylbewerber anerkannt, gibt es möglicherweise ein Aufenthaltsrecht oder müssen sie sich darauf vorbereiten, in ihre Herkunftsländer zurückzukehren. Das treffe vor allem auf die Flüchtlinge aus Afghanistan zu. „Die Menschen kommen nach Deutschland, weil sie Sicherheit für ihr eigenes Leben suchen“, sagt Huriya Hassen, die in den 1980er Jahren als sechsjähriges Mädchen nach Deutschland kam. „Eine Willkommenskultur wie heute gab es für uns nicht“, sagt sie. Es habe sich viel getan in Deutschland. (red)


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