BGH bestätigt: Lebenslang

Die Revision des Angeklagten ist mit dem Beschluss vom 8. Juli als unbegründet verworfen worden, das Urteil aus Limburg also rechtskräftig.

Nach den Feststellungen des Limburger Gerichts sollte der junge Vater seinen vier Wochen alten Sohn und dessen Zwillingsschwester für kurze Zeit beaufsichtigen, als die Mutter abends zu Nachbarn gegangen war. Der Angeklagte hatte währenddessen einen Film auf DVD ansehen wollen und fühlte sich durch das pausenlose Schreien seines Sohnes gestört.

Nachdem seine Versuche, das Kind zu beruhigen, gescheitert waren und der Säugling sich auf das T-Shirt des Angeklagten erbrochen hatte, geriet dieser in Wut, so dass ihm nach seinen eigenen Worten "die Sicherungen durchbrannten". Er versetzte seinem Sohn zwei wuchtige Faustschläge auf den Oberkörper, wodurch es zu Zerreißungen an Herz, Leber und Lunge kam. Außerdem brachte er dem Kind schwerste Kopfverletzungen und Rippenfrakturen bei. Die Ärztin der Gerichtsmedizin sprach "von einem Verletzungsbild wie nach einem Flugzeugabsturz".

"Aus niedrigen Beweggründen"

Was der 23-Jährige mit dem Kind tatsächlich gemacht hat, erschloss sich den Beteiligten im Gerichtssaal bis zum Schluss nicht. Das Landgericht hat die Tat als Mord aus niedrigen Beweggründen bewertet. Der Angeklagte habe seine eigenen Interessen über die des Säuglings gestellt. Das eine eine auf sittlich tiefster Stufe stehende, besonders verwerfliche und verachtenswerte Tat.


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