Bischof kritisiert Echo-Kurs

Kritisiert die Preisvergabe an Rapper Farid Bang und Kollegah: Bischof Georg Bätzing. (Foto: Archiv)

Während eines Besuchs auf der internationalen Musikmesse in Frankfurt sagte Bätzing am Samstag, es sei unerträglich, wenn „über die Musik aggressiv zu Antisemitismus und Hass auf Religionen und Kulturen“ aufgerufen werde: „In unserem Land sollen alle Menschen frei leben können.“ Die Preisverleihung war unter Kritik geraten, weil den beiden Rappern neben antisemitischen Äußerungen auch frauenfeindliche und homophobe Aussagen zugeschrieben werden. Die Preisverleihung fand am Holocaust-Gedenktag statt, in einem Lied, dass sie vortrugen, machen sie sich dabei über Auschwitz-Überlebende lustig und beriefen sich in der Show auf die Kunstfreiheit.

„Kulturen machen uns reich, nicht arm“

Der Bischof sagte weiter: „Das friedliche Miteinander, die unterschiedlichen Kulturen machen uns reich, nicht arm!“ Der Bischof zeigte sich dankbar, dass sich nach der Echo-Preisverleihung ein „Aufstand der Vernünftigen“ gegen die über Musik transportierten Ideologien formiere. Bischof Bätzing hat am Samstag erstmals die Frankfurter Messe besucht. Begleitet wurde er von etwa 220 Jungen und Mädchen der Frankfurter Domsingschule, die auf der Messe einen großen Auftritt hatten. (red)


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