Chlor löst Großeinsatz aus

Chemie  Im Schwimmbad einer Klinik

Ein Technikraum des Hallenbades einer Bad Camberger Klinik war am Sonntagnachmittag voll Wasser gelaufen. Dabei traten Gefahrstoffe, die dort gelagert waren aus. Es handelte sich vornehmlich um Chlor. Ebenfalls im selben Raum eingelagerte Schwefelsäuregebinde sind offenbar unbeschädigt geblieben. Das hat die Feuerwehr Bad Camberg mitgeteilt.

Gegen 17.50 Uhr erfolgte die erste Alarmierung der Wehr. Messungen ergaben, dass der Chloranteil im Schwimmbad auf den zehnfachen des zum Betrieb notwendigen und für Menschen zulässigen Wertes angestiegen war. Schnell wurde klar, dass Wasser mit dieser Chlorbeimengung nicht in das Kanalnetz eingeleitet werden darf.

Aufgrund dieser hohen Konzentration zog die Einsatzleitung weitere Kräfte und Behörden hinzu, darunter die Werkfeuerwehr Infraserv des Industrieparks Hoechst, die Untere Wasserbehörde, das DRK Bad Camberg, die Entsorgungsfirma Reusch und ein Messfahrzeug des Gefahrstoff-ABC-Zuges des Landkreises, denn das gesamte Schwimmbadwasser musste entsorgt werden.

Die Einsatzleitung kontaktierte mehrere Stellen, die das verunreinigte Wasser aufnehmen können. Letztendlich wurde es in Tankwagen gefüllt und im Klärwerk Niederselters zwischengelagert, um dann sukzessive geklärt und entsorgt zu werden. Die Feuerwehr Oberselters kam zur Entleerung der Tankwagen mit in den Einsatz.

180 Kubikmeter Wasser abgepumpt

Bei dem zwölfstündigen Einsatz hat sich die Vorhaltung eines Gefahrstoff-Gerätwagens erneut bewährt, denn die benötigten Mess- und Analysegeräte sowie die speziellen Gerätschaften standen direkt zur Verfügung.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz rund 180 Kubikmeter Wasser abgepumpt und in das Klärwerk gefahren. Nach etwa zwölf Stunden war Einsatzende. (red)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Kommentare (0)
Mehr aus Region Weilburg und Limburg