Gasleck löst Großeinsatz in Weilburg aus

Sperrung  Arbeiten werden die ganze Nacht andauern / Frankfurter Straße ist bis Sonntagmorgen nicht befahrbar

Das ist keine Übung: Der Gasalarm in der Frankfurter Straße in Weilburg hält auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Atem. (Foto: Böttig)

Während Schüler auf dem Nachhauseweg sind, bemühen sich Mitarbeiter der Stadtwerke, das Leck zu finden. (Foto: Kapp)

Kanaldeckel wurden geöffnet und das System belüftet. (Foto: Kapp)

Feuerwehrleute untersuchen den Keller der Wilhelm-Knapp-Schule auf austretendes Gas. (Foto: Böttig)

Vor Orts stimmen Vertreter von Stadtwerken, Stadt Weilburg, Polizei und Feuerwehr ihr Vorgehen miteinander ab. (Foto: Kapp)

Ein Bagger legt vor der Schule die Gasleitung frei. (Foto: Böttig)

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Die Suche nach der kaputten Gasleitung konzentrierte sich entlang der Frankfurter Straße auf den Bereich von unterhalb der Wilhelm-Knapp-Schule bis oberhalb der Christian-Spielmann-Schule. Gegen 12 Uhr hatten Mitarbeiter der Stadtwerke den Gasaustritt bemerkt.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jörg Korschinsky sagte vor Ort, in der Kanalisation und in angrenzenden Schächten, beispielsweise von der Telekom, sei „Gas in einem explosionsfähigen Gemisch“ festgestellt worden. Daraufhin seien diese Bereiche belüftet worden. Korschinsky führte aus: „Im Zuge der sofort eingeleiteten Erstmaßnahmen vor Ort wurde die Gefahr durch das in die Kanalisation eintretende explosionsfähige Gasgemisch gebannt. Die Kanalisation wurde geöffnet und durchlüftet und die Straße wurde durch die Polizei gesperrt.“

Auch die angrenzenden Häuser und die Bebauung seien überprüft worden, dort habe es zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung gegeben, so dass auch der Unterricht in den Schulen nicht unterbrochen werden musste.

Das Leck wurde schließlich gegen 17 Uhr vor der Knapp-Schule nahe der Straße gefunden, wo drei größere Gasleitungen zusammenkommen. Da die Undichtigkeit an einem so genannten Schieber festgestellt wurde und mehrere Bäume in der Nähe stehen, sei die Reparatur schwierig und zeitaufwendig, sagte Korschinsky.

Neben den Mitarbeitern der Stadtwerke war die Feuerwehr mit insgesamt 42 Einsatzkräften vor Ort.

Feuerwehrleute überprüfen, ob Gas durch die Kanalisation in die Häuser eindringt

Stadtbrandinspektor Armin Heberling berichtete, dass die Feuerwehrleute aus Weilburg, Ahausen und Waldhausen, später auch aus Kubach und Bermbach viel zu tun hatten: „ Das Gas hat sich durch die Kanalisation verbreitet. Wir mussten deshalb überall messen.“ Überprüft wurde, ob irgendwo in den angrenzenden Häusern Gas austrat, was aber nicht der Fall gewesen sei.

Abends kam das THW dazu und sorgte für die Beleuchtung der Baustelle. Feuerwehrleute stehen weiter bereit, falls sich bei den Arbeiten Gas entzünden sollte.

Die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 456 durch Weilburg musste gegen 12.15 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde innerstädtisch umgeleitet. Die Vollsperrung der Frankfurter Straße kann wahrscheinlich im Laufe des Sonntagvormittags aufgehoben werden. In den folgenden Tagen soll eine Ampel den Verkehr an der Baustelle regeln.


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Kommentare (1)
"...in der Kanalisation und in angrenzenden Schächten, beispielsweise von der Telekom, sei „Gas in einem explosionsfähigen Gemisch“ festgestellt worden."

"Auch die angrenzenden Häuser und die Bebauung seien überprüft mehr
worden, dort habe es zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung gegeben,..."

Ja, ist klar. Die üblichen Phrasen, bei denen man sich an den Kopf greift. Da bildet sich in den Kanälen und Schächten ein zündfähiges Gasgemisch, aber ZU KEINEM ZEITPUNKT besteht eine Gefahr?!

Sicherlich treibt man den ganzen Aufwand also nur, um die Ressource Erdgas als fossilen Brennstoff zu schonen.
Man kann ja mal in Herborn nach den Erfahrungen dort fragen, ob es für die "angrenzenden Häuser" keine Gefahr bedeutet, wenn sich ein explosionsfähiges Gasgemisch in der Kanalisation befindet.

https://www.youtube.com/watch?v=imxy-j1mlKw
oder
https://youtu.be/DzVsp2WaDCY
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