Hier radelt der Bürgermeister

SERIE Das TAGEBLATT stellt den Merenberger Rundweg vor

Blick auf die Burg Merenberg: Bürgermeister Reiner Kuhl auf dem Radrundweg bei Reichenborn. (Fotos: Müller-Lang)

Lädt zur Rast ein: der Fischweiher bei Merenberg.

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"Es war uns wichtig, dass die Radfahrer in allen Ortsteilen starten können und auf der Strecke auch wieder dorthin zurückkommen", sagt Kuhl, bevor er sich am Ortsausgang von Allendorf in Richtung Limburg auf sein Rad schwingt. Start ist in der Limburger Straße gegenüber des Landgasthofes Rudolph. Es geht leicht bergauf und dann durch ein schattiges Waldstück Richtung Allendorfer Kläranlage an der B 49.

Grundsätzlich führt die Strecke über geteerte Feldwege und gut befahrbare Waldwege, nur zweimal müssen die Radfahrer die Straße benutzen. Alle Wege gab es vorher schon. "Der Gemeinde sollten keine zusätzlichen Kosten entstehen", betont der Bürgermeister, während er vom Rad steigt und dieses durch die Unterführung der B 49 auf die andere Seite schiebt. Ein Problem gibt es jedoch noch: Die Strecke ist noch nicht ausgeschildert. Kuhl hofft, dass dies nach der Haushaltsgenehmigung bald in Angriff genommen werden kann. "Bis dahin helfen wir Ortsunkundigen mit Unterlagen gerne auf der Gemeindeverwaltung weiter", sagt der 55-Jährige.

Über ein Stück Wiese führt die Route auf einem geteerten Feldweg Richtung Gewerbegebiet Merenberg. Es geht bergauf. "Das ist eine von zwei etwas größeren Steigungen", erläutert der Rathauschef, der die Strecke im vergangenen Jahr mit ausgekundschaftet hat und sie gerne fährt, um fit zu bleiben. Der höchste Punkt liegt mit 406 Metern in Rückershausen, der niedrigste mit 231 Metern in Allendorf.

Am Judenfriedhof heißt es links abbiegen, durch das Gewerbegebiet geht es weiter am Ziegenberg vorbei Richtung Lahr. "Rechts sind der Vöhler Weiher und der Ortsteil Reichenborn zu sehen", erklärt Kuhl, während er an abgeernteten Getreidefeldern vorbeifährt. Am Ende einer kurzen Steigung lädt eine Bank zum Genießen der Aussicht ein, bevor es im Wald kühler und schattiger wird. Ein großer Hochsitz wird passiert, auf etwas groberem Schotter geht es bis zur Abzweigung rechts nach Lahr (Holzschild).

Bei leichtem Gefälle sorgt der Fahrtwind für Erfrischung. Erst wird links, dann gleich wieder scharf rechts auf einen geteerten Weg abgebogen, der mit leichter Steigung zur Straße zwischen Merenberg und Waldernbach führt.

"Nun die Straße überqueren, dann geht es weiter bergab", beschreibt Kuhl. An der dritten Kreuzung heißt es, nach links dem bereits ausgeschilderten Radweg zu folgen. Am Ende des Waldweges taucht der Erlenhof auf, der auf dem Weg durchs Feld nach Waldernbach rechts liegen gelassen wird.

Bis die Strecke beschildert wird, hilft die Gemeinde Interessierten bei der Orientierung

Durch Waldernbach schlängelt sich der Weg bis zur Hauptstraße, der bis Rückershausen gefolgt wird. Autos sind kaum unterwegs. "Die Straße ist sehr wenig befahren. Rückershausen hat nur 225 Einwohner. Das ist kein Problem mit dem Rad", sagt Kuhl. Dann ist es Zeit für eine Pause auf der Bank vor dem Rückershäuser Dorfgemeinschaftshaus. Die Hälfte der Strecke ist geschafft.

Anschließend wird das Dorfgemeinschaftshaus rechts liegen gelassen. Vorbei an Schafen und Kühen geht die Fahrt durchs Feld Richtung Reichenborn. Auf der Höhe angekommen zeigt der Bürgermeister Richtung Merenberg und steigt kurz vom Rad. "Von hier gibt es einen schönen Blick auf die Burg", meint er.

Kurze Verschnaufpause, bevor durch die Winkelser und die Neue Straße der Friedhof erreicht wird. Nun wird es wieder schattig. Unterhalb des Friedhofes führt der Weg leicht bergab durch den Wald Richtung Barig-Selbenhausen. Am Insektenhotel des Kindergartens Tigerente vorbei geht es bis zum Bariger Grillplatz, wo schattige Plätze noch einmal zum Pausieren einladen. "Gleich wird’s steil und anstrengend", warnt Kuhl. Denn nach der Fahrt durch Barig wartet die zweite Herausforderung auf die Radler. Auf der Straße geht es Richtung Merenberg. Immer schön bergauf. Auch wegen des Verkehrs heißt es: gut aufpassen. Zwei Drittel der Steigung sind geschafft, als der Bürgermeister nach links Richtung Fischteich abbiegt. Eine Pause ist in Sicht. "Das ist einer meiner Lieblingsplätze", erklärt er.

Weiter geht’s nach kurzer Rast. Die Steigung ist gemeistert und nun ist Ausradeln Richtung Allendorf angesagt. "Jetzt führt der Weg so gut wie nur noch bergab", meint der Rathauschef. Die Straße nach Weilburg wird überquert und an Sporthalle, Kindergarten und Albert-Wagner-Schule vorbei werden Allendorf und der Ausgangspunkt in der Limburger Straße wieder erreicht.

- Fazit: Eine abwechslungsreiche Runde durch Wald, Feld und alle Merenberger Ortschaften, die bald beschildert werden sollte. Durch die beiden Steigungen verlangt sie - je nach Kondition - schon etwas Puste ab. Allerdings gibt es genügend Rastmöglichkeiten unterwegs, Verpflegung sollte mitgenommen werden. Über eine Alternative zur Straßenvariante von Barig nach Merenberg sollte nachgedacht werden.


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