Leser dürfen Fossilien ausgraben

Aktion "TAGEBLATT öffnet Türen" zum Löhnberger Wassermuseum und Fossilienfeld

Auf die Suche nach Trilobiten und Brachiopoden können sich am Donnerstag große und kleine TAGEBLATT-Leser auf dem Fossilienfeld bei Niedershausen machen. (Archivfoto: Henche)

Fossilien, die bei Löhnberg gefunden wurden, sind im Wassermuseum ausgestellt. (Foto: Heß)

Wie der Meeresboden vor 393 Millionen Jahren ausgesehen haben mag, zeigt das Diorama im Wassermuseum, das sich Frank Schmidt und Löhnbergs Öffentlichkeitsbeauftragte Stefanie Gelbert anschauen. (Foto: Heß)

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Die Ferien gehen auf ihr Ende zu und damit steht die letzte Station von „TAGEBLATT öffnet Türen“ in diesem Sommer an. Als Abschluss reisen die Teilnehmer 393 Millionen Jahre zurück – ins Devon-Zeitalter. Zu dieser Zeit war die Region im wahrsten Sinne im Meer versunken. Deutschland lag nahe des Äquators. Die Dinosaurier ließen noch etwa 160 Millionen Jahre auf sich warten.

Am Donnerstag (10. August) können TAGEBLATT-Leser auf dem Fossilienfeld bei Niedershausen selbst nach Überresten aus dieser Zeit suchen. Dort befand sich ein Korallenriff. „Wer Fossilien findet, kann sie mit nach Hause nehmen“, verspricht Löhnbergs Bürgermeister Frank Schmidt (SPD), der Grabungsrecht für das Terrain besitzt und deshalb die Gruppe anleiten wird.

Nur wer etwas entdeckt, das bisher unbekannt ist, müsse seinen Fund abtreten, sagt er. Der käme dann der Wissenschaft zugute. 13 Trilobiten-Arten (Gliederfüßer) sind bisher in Löhnberg gefunden worden, fünf davon seien noch nicht bekannt gewesen, sagt Schmidt.

Bevor es auf das Fossilienfeld geht, steht für die Teilnehmer ein Besuch im Löhnberger Wassermuseum an. Dort wird sie der Löhnberger Rathauschef durch die Ausstellung führen. Der Kallenbach kann „durchwandert“ werden, ohne dabei nass zu werden. Schmidt wird Wissenswertes über das Kurbad Obershausen und die Geschichte der beiden Löhnberger Mineralbrunnen berichten. Außerdem bereitet die Gemeinde eigens eine Wasserprobe für die TAGEBLATT-Leser vor. Von den vier Brunnen in Obershausen wird Wasser abgefüllt und zum Testen angeboten.

Und natürlich sind im Museum Funde von Meeresbewohnern ausgestellt. Wie man sich den Meeresboden vor 393 Millionen Jahren vorstellen muss, können die Besucher im neuen Diorama sehen. Ein Höhepunkt ist der Touchscreen, auf dem ein Trilobit von allen Seiten betrachtet und dessen Fortbewegung unter die Lupe genommen werden kann

Im Wassermuseum können die Teilnehmer Wasser aus den vier Brunnen in Obershausen testen

Etwa drei Stunden Zeit sollten Sie einplanen. Dann muss nur noch Petrus mitspielen. Denn um das Fossilienfeld zu besuchen, darf es draußen nicht nass sein. Denn hat sich das Gestein mit Wasser vollgesaugt, ist nichts zu erkennen. Also: Daumen drücken. Der Besuch im Wassermuseum findet auf jeden Fall statt.

Um für die Ausgrabungen gerüstet zu sein, bitte festes Schuhwerk, am besten Wanderschuhe, anziehen. Außerdem brauchen Sie einen mittelschweren Hammer, einen (Flach-)Meißel sowie Zeitungspapier zum Verpacken der empfindlichen Fundstücke.

Wer Interesse hat, bei der Exklusivführung des TAGEBLATTs am Donnerstag, 10. August, um 10 Uhr dabei zu sein, der muss sich am heutigen Montag, 7. August, in der Zeit von 10 bis 11 Uhr im TAGEBLATT-Sekretariat unter & (0 64 71) 93 80 29 anmelden. 20 Leser können dabei sein. Melden sich mehr Interessenten, werden die Teilnehmer ausgelost und anschließend telefonisch informiert.

Treffpunkt ist am Donnerstag, 10. August, um 10 Uhr am Wassermuseum in Löhnberg, Am Berg 3a. Parkplätze sind am Rathaus (Obertorstraße) vorhanden. Von dort aus geht es nach dem Besuch des Wassermuseums gemeinsam zum Fossilienfeld. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet.


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