Männer brechen aus Hadamarer Klinik aus

Das Blaulicht eines Polizeiautos

Symbolbild. (Foto: Archiv)

Um 13.40 Uhr brachten die beiden Männer, die in der Hadamarer Klinik untergebracht waren, nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei in Limburg zwei Mitarbeiter der Klinik kurzzeitig in ihre Gewalt.

Unter massiver Androhung von Gewalt gelangten die Männer aus dem Gebäude und flüchteten zu Fuß in Richtung Hadamarer Innenstadt. Die Mitarbeiter der Klinik wurden von den Flüchtenden vor dem Gebäude unverletzt freigelassen.

Keine Anhalter mitnehmen

Die Polizei fahndet seitdem im Großraum Hadamar, Limburg und Elz nach den beiden Männern. "Sollten wir Hinweise bekommen, dass sie sich mittlerweile im Raum Weilburg aufhalten, würden wir die Fahndung auch dorthin ausweiten", teilte Polizeisprecher Uwe Meier auf TAGEBLATT-Nachfrage mit. Am Abend war dies nicht der Fall.

Bei der nach Polizeiangaben sofort eingeleiteten Fahndung war auch ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz, der über dem Gebiet, in dem sich die Flüchtenden hätten aufhalten können, kreiste.

Zudem warnte die Polizei über die Verkehrsmeldungen Autofahrer davor, im Landkreis Limburg-Weilburg Anhalter mitzunehmen.

Bis in die Abendstunden waren Streifen des Polizeipräsidiums Westhessen und des benachbarten Rheinland-Pfalz im Einsatz.

Bei den beiden Geflüchteten handelt es sich um einen 29-jährigen, der im Juni vergangenen Jahres vom Landgericht Frankfurt wegen räuberischen Diebstahls und Körperverletzung zu vier Jahren und vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

Seit Februar vergangenen Jahres war er in der Klinik in Hadamar untergebracht. Er ist etwa 1,85 Meter groß und 95 Kilogramm schwer. Er hat schwarze, sehr kurz geschnittene Haare und trug bei seiner Flucht einen dunklen Trainingsanzug.

Der Zweite, ein 33-Jähriger, war 2013 vom Landgericht Darmstadt unter anderem wegen gewerbsmäßigen Handelns mit Betäubungsmitteln und Körperverletzungen zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Er war seit September vergangenen Jahres in der forensischen Psychiatrie in Hadamar untergebracht. Er ist ebenfalls etwa 1,85 Meter groß, 109 Kilogramm schwer und hat dunkelblonde Haare. Er trug zuletzt eine weiße Mütze, eine dunkle Hose, ein graues Kapuzenshirt und weiße Turnschuhe.

Bei beiden Patienten sah die Klinik keine Aussicht auf einen Behandlungserfolg. Der Abbruch der Behandlung war beantragt und bereits gerichtlich bestätigt.

Hinweise zum Aufenthaltsort

Mögliche Zeugen zur Flucht am Sonntagmittag oder Hinweisgeber zum derzeitigen Aufenthaltsort der Geflüchteten werden gebeten, sich telefonisch mit der Polizeistation in Limburg unter Telefon (06431) 91400 in Verbindung zu setzen.


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