Pflegeschule zieht nach Limburg

Gesundheit Die Erhöhung der Ausbildungsangebote verlangt Platz und Entwicklung

Marcel Kremer (links) und Guido Wernert haben den Mietvertrag für die neuen Räume der Gesundheits- und Krankenpflegeschule St. Vincenz unterzeichnet. (Foto: St. Vincenz)

Der Mietvertrag wurde mit „Werkstadt“-Eigentümer Marcel Kremer unterzeichnet. Die Umsiedlung ist bereits mit den zuständigen Genehmigungsbehörden abgestimmt; geplant ist sie für den Februar/März 2018.

Die Altenpflegeschule des Caritasverbandes bleibt am Standort Hadamar – die Zusammenarbeit mit der Caritas läuft standortunabhängig weiter.

Die neue „Bildungs-Werkstadt“ der Krankenhausgesellschaft wird in der Holzheimer Str. 1/Ecke Blumenröder Straße direkt an der Fußgängerunterführung zum (Bus)Bahnhof angesiedelt sein.

Somit ist sowohl ein direkter Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel als auch ausreichend Parkplatz garantiert „ein hochattraktiver Standort für die Entwicklung unseres beruflichen Nachwuchses“, freut sich Vincenz-Geschäftsführer Guido Wernert.

Zusätzlich wird die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege am neuen Standort integriert sowie künftig die Ausbildung für Operationstechnische Assistenten (O.T.A.) geplant.

Vorbereitungskurse zur Kenntnisprüfung (Angebot für ausgebildete Pflegekräfte aus nicht europäischen Ländern zur Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsurkunde) werden das Angebot des neu entstehenden Ausbildungscampus St. Vincenz abrunden.

Erhöhter Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in der Gesundheit

Auf lange Sicht wird auch das Angebot eines Bachelors der Gesundheitspflege sowie die Ausbildung von Anästhesietechnischen Assistenten (ATA-Ausbildung) geprüft.

Hintergrund der Entwicklung ist die geplante Erweiterung der Ausbildungskapazität, um so aktiv den Fachkräftebedarf in der Pflege zu sichern und das Angebot an gut ausgebildeten Gesundheitsfachkräften in den verschiedensten Bereichen zu verbessern.

Durch die Erweiterung um das Krankenhaus Diez und die Erhöhung der Bettenkapazitäten durch den neuen Talbau besteht in den nächsten Jahren für die Limburger Krankenhausgesellschaft erhöhter Bedarf an gut ausgebildeten Gesundheitsfachkräften.

Geschäftsführer Guido Wernert: „Vor diesem Hintergrund war es für uns nur folgerichtig, einen Standort mit viel Raum zur Erweiterung und Weiterentwicklung unserer Ausbildungskapazitäten zu wählen.“

In Limburg wird mit rund 800 Quadratmetern auf zwei Geschossen fast doppelt so viel Platz vorhanden sein wie in Hadamar.

Aktuell bietet die Krankenhausgesellschaft neben den Ausbildungen in den Verwaltungsbereichen und der Apotheke 75 Ausbildungsplätze (dann 150) in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie zwölf Plätze für die Weiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege an.

Die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten erfolgt in Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen in Neuwied und Wiesbaden.

„Die medizinische und pflegerische Versorgung der Menschen der Region auf hohem Niveau ist nur mit motiviertem, gut ausgebildetem Personal zu gewährleisten“, so Geschäftsführer Guido Wernert.

Wegen der demografischen Entwicklung sei die Pflegebranche ein Wachstumsmarkt. Auch die Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften wachse weiter. Zudem eröffneten sich jungen Menschen nach einer Ausbildung in der Pflege heute ganz neue Perspektiven – beispielsweise auch die Weiterqualifizierung über ein Hochschulstudium in Pflegeforschung, Pflegemanagement und Pflegepädagogik.

Insofern sei der neue Gesundheitscampus eine zukunftsweisende und zukunftssichernde Entwicklung für die Krankenhausgesellschaft. (red)


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