Marburger Schwimmverein 1928 empfiehlt sich mit Edelmetall und Bestzeiten

Schwimmen: Weibliches Quartett holt in der Lagen-Staffel den Mannschafts-Pokal
v.L. Sabrina Försterling, Frederike Will, Christina Rieß und Lea Bischofsberger
v.L. Sabrina Försterling, Frederike Will, Christina Rieß und Lea Bischofsberger

Mit einem wahren Medaillenfeuerwerk von acht Gold- und sechs Silbermedaillen, sowie zehn Bestzeiten präsentierten sich die fünf Schwimmer des Marburger Schwimmverein 1928 aus der Leistungsgruppe von Trainerin Nathalie Richter in eindrucksvoller Manier. Den Höhepunkt setzte die weibliche Lagenstaffel mit dem Sieg um den Mannschaftspokal.

Es war der Tag der Frederike Will (Jg. 96). Sie kam, sah und siegte bei ihren drei Starts über 50 m (30,62), 100 m (1:10,30) und 400 m Freistil (5:20,92) mit Bestzeiten. Wie viel Potential nach oben noch ist, zeigte sie über die 400 m Freistil-Strecke, wo sie sich locker um 11 Sekunden verbesserte. Obwohl ebenfalls dreimal auf dem 1. Platz, merkte man Sabrina Försterling (Jg. 97) die Anstrengungen der vergangenen Wettkämpfe an. Ihr bestes Ergebnis hatte sie in ihrer Paradestrecke über 50 m Freistil (29,55), hier blieb sie einen Wimpernschlag über ihrer Bestzeit. Einen guten Wettkampf zeigte der 15-jährige Frédéric Schwarz in seinen Rennen über 100 m (1:05,70) und 400 m Freistil (5:26,06), in denen er jeweils in persönlicher Bestzeit auf dem Siegertreppchen ganz oben landete. Eine Silbermedaille gab es über 50 m Freistil (30,40).

Der rote Faden zieht sich bei Lea Bischofsberger (Jg. 95) kontinuierlich fort. Die Weiterentwicklung der letzten Monate ist unverkennbar, dies lässt sich nicht zuletzt an ihrer Bilanz ablesen. Drei Einzelstarts, dreimal Silber und zwei persönliche Bestzeiten über 100 m Freistil (1:12,66) und 100 m Rücken (1:21,56) können sich sehen lassen. Unglücklich lief es für Christina Rieß (Jg. 97). Nach ihrem Start über 50 m Brust verrutschte die Schwimmbrille, so dass sie im "Blindflug" nur als Zweite am Beckenrand anschlug. Im Rennen über 200 m Lagen (3:04,60) passte dann alles. Mit einer Verbesserung um 25 Sekunden stellte sie eindrucksvoll unter Beweis, was in ihr steckt und freute sich über Silber. Eine weitere Bestmarke steckte sie über 50 m Freistil (34,58/7.).
Ein Überraschungspaket machten die vier jungen Schwimmerinnen Bischofsberger, Rieß, Försterling und Will in der offenen Wertung über die 4x 50 m Lagen-Staffel auf. Letzte Kräfte mobilisierend, konnten sie am Ende selbst kaum glauben, welch ein Coup ihnen gerade gelungen war. Mit einem Vorsprung von 3 Sekunden, sicherten sie sich mit 2:22,60 Minuten den Sieg vor dem SV Marsberg und dem TSV Battenberg und nahmen damit den Mannschaftspokal mit nach Marburg.


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