OHGV-Zweigverein Holzhausen durchwandert geologische Naturdenkmäler in Thüringen

Die Wandergruppe am "Kleinen Drachenstein", im Hintergrund die Wartburg
Die Wandergruppe am "Kleinen Drachenstein", im Hintergrund die Wartburg

Das erste große Highlight des Wanderjahres im OHGV-Zweigverein Holzhausen am Hünstein, eine Wanderung bei Eisenach im Naturschutzgebiet "Wartburg - Hohe Sonne" mit dem Trip durch die Drachenschlucht und die Landgrafenschlucht, fand Mitte Juni statt. Deshalb war es nicht sehr verwunderlich, dass die Beteiligung und das Interesse sehr groß waren. Genau54 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde sowie Gäste konnten die Wanderführer Sigrid und Hartmut Büchner im vollbesetzten Bus begrüßen. Und dazu hatten die beiden Wanderführer auch noch eine Besonderheit vorbereitet, eine  Wanderung mit zwei Gruppen. Das hatte es in den letzten fünf Jahren nicht mehr gegeben, und alle waren gespannt, für welche Strecke sich wohl jeder Teilnehmer entscheiden würde, Strecke 1 über 16 Kilometer oder Strecke 2 über 12 Kilometer, wobei der größte Teil der gesamten Tour aber gemeinsam gewandert werden sollte. In Eisenach angekommen, starteten dann 37 Wanderer unter Führung  von Hartmut am Marktplatz in Richtung Wartburg auf der 16 Kilometer Strecke. Die restlichen Starter begannen ihre Tour unter  Sigrid's Führung"etwas weiter oben" am Parkplatz Mariental. Der Aufstieg vom Markt auf dem Rundweg 2 bis unterhalb der Burg forderte dann gleich von allen einen hohen Einsatz. Aber der Blick auf die Burg und ins weite Thüringer Land entschädigte alle während derkleinenVerschnaufpause. Weiter abwärts gewandert, war dann bald die legendäre "Sängerwiese" erreicht, wo bereits die andere Gruppe wartete. Hier legten wir aucheine Rast  zur Stärkung  aus dem Rucksack und dem Austausch des bisher Erlebten ein. Gemeinsam ging es nun vorwärts, vorbei an der Elfengrotte, einem alten geologischen Naturdenkmal, zur Drachenschlucht. Dieser Marsch aufwärts durch die 3 Kilometer lange Schlucht war sicher für viele ein einmaliges Naturerlebnis. Zum Teil zehn Meter hohe senkrechte Wände, teilweise vor Nässe triefend, und eine immer dunkler, kälter und enger werdende Schlucht wirkten manchmal schon recht unheimlich und beklemmend. Recht eindrucksvoll war auch der 200 Meter lange Klamm, den man nur auf einem sicheren Holzbohlenweg und auf Metallgittern über dem leicht rauschenden Marienbach bewältigen konnte. Umso schöner, dass am Ende alle die schmalste Stelle (nur 68 cm breit) unbeschadet und unfallfrei passierenkonnten. Und so ganz nebenbei wurden auch noch über 200 Höhenmeter bewältigt. Am Ausgang der Schlucht betratenwir dann berühmten Wanderboden, den Rennsteig an der "Hohen  Sonne" (434 m ü.NN), einen Forstort mit einem historischen barockenJagdschloss aus dem 18. Jahrhundert. Ein kurzes Luftholen undwenig später eine Mittagsrast, aber dann führte uns der Wegauf der Weinstraße zum "Kleinen Drachenstein", wo auch unser Gruppenfoto, mit einem fernen Blick nochmals zur Wartburg, entstand. Weiter oben auf dem "Großen Drachenstein" erwartete uns wieder ein wundervoller Ausblick auf das weite Land bis hin zum "Großen Inselsberg".Von hier durchwanderten wir nun abwärts die "Landgrafenschlucht" zurück in RichtungEisenach. Und auch diese 2 Kilometer lange Schlucht, die zwar nicht so spektakulär und zerklüftet ist wie ihre östliche Nachbarin war, aber auf ihre Art auch sehr eindrucksvoll und 
erlebenswert ist, war ein beeindruckendes Naturerlebnis für uns. Noch einige hundert Schritte und unser Bus auf dem Parkplatz war erreicht. Eine kurze Fahrt und ein paar Schritte durch Eisenach und wir erreichten den Gasthof "Augustiner Bräu". Nach dem Essen, Tendenz Thüringer Klöße, ging es
dann heim nach Hessen. Eine rundum gelungene Wanderung und wie sagte unser Vorsitzender, Hans Wolf, im Bus beim Dank an die beidenWanderführer unter dem Beifall aller:
"Heute passte wirklich alles zusammen!" Und, noch eine kurze
Anmerkung: Tageswanderungen mit unterschiedlichen Streckenlängen für jeden Geschmack sind vielleicht gar nicht so schlecht.


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