Pferde schaden der Natur!

Aber Motorräder im Wald sind ok

Aus eigener Erfahrung weiß ich, das sich noch einige andere Gestalten in unseren Wäldern herumtreiben, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. So kam mir vor einiger Zeit bei einem Spaziergang eine Gruppe Motorcrossfahrer mit ihren Maschinen entgegen, mitten im Wald. Da es Tage zuvor stark geregnet hatte, kann sich jeder vorstellen, wie der schöne Waldweg aussah, als die Horde vorbeigezogen war. Wer in den Wald geht, um die Ruhe zu genießen, der muss sich leider immer öfter mit Motorenlärm zufriedengeben. Ob die Tiere in diesem Lebensraum diese Geräuschkulisse genauso genießen können ist fraglich.  Aber anscheinend zählt hier nur, wie hoch der Schlamm fliegt und wie tief sich die Räder in den Matsch graben.

Natürlich hinterlassen auch Pferdehufe Spuren, jedoch kann man vom Pferderücken aus die Natur in allen Zügen genießen. Man kann viele Wildtiere sehen, da diese sich kaum von den Pferden stören lassen. Dröhnt eine Crossmaschine um die Ecke, sind nicht nur die Waldtiere in Gefahr, sondern auch Spaziergänger mit Kindern oder Hunden. Von Reitern auf dem Fluchttier Pferd ganz zu schweigen. Und wenn man schonmal von motorrisierten Objekten im Wald spricht, ist es wirklich nötig das Jäger mit ihren Autos bis unter den Hochsitz fahren? Oder  man zwischen Bäumen und Büschen alte Autoreifen und Radkappen finden kann? Diese Arten sind wohl in keinem Pflanzenführer zu finden. An vielen Stellen findet man sogar "Pflanzen" die alten Plastiktüten zum verwechseln ähnlich sehen. Wohl eine evolutionäre Entwicklung zur Tarnung. Die Kinder werden begeistert sein, wenn sie beim nächsten Spaziergang eine Pflanze mit der Form eines alten Schuhs finden! All das kann man in unseren Wäldern entdecken. Rehe, Wildschweine und allerhand Vögel wären auch viel zu langweilig.

 


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