„Gruselig“: Sechs Jahre Haft für versuchte Kindesentführung

Symbolbild. (Archivfoto: Schwarz)

Er knebelt die damals Neunjährige mit einem Klebeband und bugsiert sie in den Wagen. Das Gericht geht davon aus, dass der 34-Jährige sie sexuell missbrauchen wollte. Zum Schlimmsten kommt es aber nicht, weil sich das Kind befreien und um Hilfe rufen kann. Fünf Jahre nach der Tat in Weimar verurteilten die Richter nun den Mann zu sechs Jahren Haft.

Was der Angeklagte genau mit dem Kind vorhatte, blieb vor dem Landgericht ungeklärt. „Zweifellos“ aber habe er „etwas Sexuelles“ im Sinn gehabt, sagte der Vorsitzende Richter. „Alles andere ist völlig außerhalb der Vorstellung.“ Mehrere „merkwürdige“ und auch „gruselige“ Details im Leben des Mannes sprechen aus Sicht des Gerichts für dieses Motiv.

Bei dem Angeklagten, der bis zu seiner Festnahme im Frühjahr ausgerechnet eine Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger absolvierte, wurden demnach unter anderem zahlreiche Bilder mit nackten Kindern gefunden, außerdem verdächtige Google-Recherchen, K.O.-Tropfen - und eine Art Verlies, das er in einem alten Haus eingerichtet haben soll. (dpa/lhe)


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