160 Strohballen brennen

EINSATZ Feuer zwischen Hermershausen und Elnhausen

Zwischen Marburg-Hermershausen und Elnhausen sind am Freitagabend rund 160 Strohballen in Flammen aufgegangen. (Foto: Meistrell)

Zwischen Marburg-Hermershausen und Elnhausen sind am Freitagabend rund 160 Strohballen in Flammen aufgegangen. (Foto: Meistrell)

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Von der Kreisstraße zwischen dem Marburger Stadtteil Hermershausen und dem Abzweig nach Elnhausen war das Feuer gut zu sehen. Die örtlichen Feuerwehren erreichten den Einsatzort über einen geteerten Feldweg. Das aber half ihnen nur bei An- und Abfahrt, denn sie mussten das Feuer kontrolliert niederbrennen lassen. Löschversuche wären vergeblich gewesen, Löschwasser hätte zudem umständlich per Fahrzeug herangeführt werden müssen.

Den Wert des abbrennenden Materials schätzten die betroffenen Landwirte auf rund 5000 Euro. Die Einsatzkräfte waren bis in den frühen Samstagmorgen vor Ort. Mit Hilfe von Traktoren konnte am Freitagabend noch eine Lücke zwischen dem brennenden Strohlager und einem weitere Haufen mit ebenfalls mehreren Hundert Ballen geschaffen werden. Damit wurde verhindert, dass der komplette Bestand an Ballen ein Opfer der Flammen wurden.

Hinweise auf Brandstiftung

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, untersuchen Ermittler das Feld, auf dem die Ballen brannten, da es Hinweise auf Brandstiftung gibt. Zum einen hätten Ballen in der Nacht zum Samstag an verschiedenen Stellen gebrannt, zum anderen hätten Zeugen einen Wagen zur fraglichen Zeit nahe dem Tatort beobachtet, heiß es. Die Polizei setzte noch in der Nacht einen Hubschrauber ein, der die Umgebung nach verdächtigen Fahrzeugen absuchte. Die Suche blieb erfolglos. Wie die Polizei weiter berichtete, ließ die Feuerwehr die Strohballen kontrolliert abbrennen.

Es setzte sich damit die im vorigen Frühjahr begonnene Serie von Strohballenbränden im Landkreis Marburg-Biedenkopf fort. Betroffenen waren bisher der Ebsdorfergrund, die Gemeinde Lohra aber auch Marburg-Cappel und einige Gladenbacher Stadtteile. Zuletzt hatte es am frühen Neujahrsmorgen direkt neben der Bundesstraße 255 nahe Weimar-Niederweimar gebrannt. Auffallend ist, dass alle Brandorte sich jeweils neben Straßen befinden und es immer nachts brennt.


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