40-Millionen-Euro-Investition "M 240" ist am Start

EINWEIHUNG CSL Behring nimmt neues Produktionssupport- und Laborgebäude in Betrieb

Dem Namen des Gebäudes entsprechend wurden von den zahlreichen Ehrengästen zum Abschluss der Veranstaltung 240 Luftballons steigen gelassen. (Foto: Heiko Krause)

Geschäftsführer Robert Martin (von links), der australische Botschafter David Richie, Finanzminister Thomas Schäfer und Oberbürgermeister Egon Vaupel nahmen per Karte die Bereiche des neuen Gebäudes symbolisch in Betrieb. (Foto: Heiko Krause)

40 Millionen Euro hat CSL Behring in das neue Gebäude investiert. (Foto: Heiko Krause)

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Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Landrätin Kirsten Fründt (SPD), Regierungspräsident Lars Wittek (CDU), der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol (SPD), sowie die Geschäftsführer der anderen Standortfirmen, füllten das Casino im Erdgeschoss. "Für die Zukunft ist es wichtig, dass wir in Hessen attraktiv bleiben, damit globale Unternehmen wie CSL Behring hier investieren, aber auch, um Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen attraktive Arbeitsplätze anbieten zu können", betonte Geschäftsführer Roland Martin. "Deswegen ist ein starker Pharmastandort Marburg gut für die Stadt, gut für die Region und gut für das Land Hessen."

CSL Behring investiert innerhalb mehrerer Jahre über 180 Millionen Euro

Im Rahmen eines mehrjährigen Programms werden in Marburg mehr als 180 Millionen Euro investiert, kündigte Martin an. Stolz sei man, bei dem neuen Gebäude im Zeit- und Kostenplan geblieben zu sein. Auf drei Stockwerken stehen in dem Neubau insgesamt 12 000 Quadratmeter zur Verfügung. Martin verwies darauf, dass das Haus bei hoher Funktionalität modernsten energetischen Standards entspreche.

Weil CSL Behring eine Tochtergesellschaft der australischen CSL Limited ist, hatte es sich auch der australische Botschafter in Deutschland, David Richie, nicht nehmen lassen, zur Eröffnung zu kommen. "CSL steht beispielhaft für ein Unternehmen, das sich zum `Global Player` entwickelt hat", sagte er. Australien sei bei der Bio- und Medizintechnologie ganz vorne, hob der Botschafter hervor. "Und wir sind stolz darauf, dass eine australische Firma ein so guter Partner sein kann". Richie verwies darauf, dass die Wirtschaft seines Landes in Deutschland sehr viel mehr investiere, als umgekehrt. Daher wünsche er sich eine größere Kooperation der beiden Länder auf Wirtschaftsebene.

Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) hob hervor, dass die Pharmaindustrie in Hessen eine sehr hohe Bedeutung habe. "11 Milliarden Euro Umsatz sind kein Pappenstiel", das sei ein Viertel des jährlichen Umsatzes der Branche bundesweit. Die Pharmaindustrie stehe auch für die gute Zusammenarbeit mit den Universitäten. Ob es in Marburg ein "House of Pharma" geben werde, das sei noch nicht beschlossen, so Schäfer. Aber er freue sich über den Wettbewerb der Regionen.

Der Staatsminister erinnerte daran, dass beim "Aus" für die alten Behringwerke viele das absolute Ende befürchtet hätten. Aber das Gegenteil sei der Fall, denn heute arbeiteten viel mehr Menschen am Standort Marburg als früher. Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) freute sich, weil die Pharmaindustrie, so auch CSL Behring, für hohe Gewerbesteuereinnahmen sorge. "Eine solche Investition erfordert Mut, aber auch Vertrauen in den Standort Marburg", lobte das Stadtoberhaupt. Die positive Entwicklung des Unternehmens mit seinen 2000 Mitarbeitern werde mit dem Neubau fortgeführt. Und die Universitätsstadt sorge ihrerseits für gute Infrastruktur.


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