Dreister Autodieb gefasst

Einen schnellen Fahndungserfolg meldet die Marburger Polizei nach einem dreisten Autodiebstahl. (Symbolbild: Meistrell)

Um 11.11 Uhr, so die Polizei, wollte am Mittwoch, 6. September ein 76-jähriger Mann aus dem Ebsdorfergrund mit seinem weißen Opel Mokka gerade den Parkplatz des Herkules-Marktes in der Temmlerstraße verlassen, als sich ihm ein Mann in den Weg stellte. Der große, schmale, dunkelhaarige, mutmaßliche Ausländer in Jogginghose und Barfuß in Slippern stand mit erhobenem Arm, winkend vor dem Mokka, wobei die andere Hand nach vorne auf das Auto zeigte.

Der Fahrer nahm an, es sei ein Schaden entstanden oder vorhanden, also hielt er an, stieg aus und sah nach. Das war wohl die Absicht des „Anhalters“, denn der nutzte die Gelegenheit, setzte sich ins Auto, verriegelte es von Innen und fuhr davon.

Zivilfahndern vors Auto gefahren

Keine 30 Sekunden vor der dank des sofortigen Anrufs bei der Polizei schnell eingeleiteten Funkfahndung fiel der Wagen einem Polizeibeamten im Zivilwagen auf, weil der bei Rot über eine Kreuzung fuhr und dem Zivilwagen die Vorfahrt nahm. Vermutlich von den dann allerorts ertönenden Sirenen beeinflusst, ließ der Fahrer den Opel an der Brüder-Grimm-Schule am Anfang der Georg-Voigt-Straße stehen und flüchtete zu Fuß.

Wenige Minuten später erfolgte seine Festnahme. Den Autoschlüssel hatte er noch bei sich.

Der in Daxweiler lebende, in Hessen polizeilich bislang unbescholtene Festgenommene erklärte dem Dolmetscher in seiner Vernehmung, dass er in seinem Heimatland in der Wissenschaft in der Physik tätig war und nunmehr offenbar von irgendeiner Energie beeinflusst neben sich stand und Erinnerungslücken hat. An dem Opel war übrigens kein weiterer Schaden entstanden.

Ausreichende Haftgründe lagen laut Polizei nicht vor, sodass der Mann wieder auf freiem Fuß ist. Über weitere Einflüsse oder Auswirkungen der unbekannten Energie wurde bislang nichts bekannt. (red)


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