Kirschenmarkt: Polizei hat alle Hände voll zu tun

BILANZ  Respektlosigkeit gegenüber Beamten / Zehn Anzeigen

Die vorläufige Bilanz der Polizei zum Kirschenmarkt zeigt, wie sehr die Beamten gefordert waren. (Foto: Röder)

Während die Kirschenmarkt-Bilanz von Stadt, Schaustellern und Festwirt überwiegend positiv ausfällt, zeigt der vorläufige Bericht der Polizei vom Dienstagvormittag, dass die Ordnungshüter viel zu tun hatte, um den reibungslosen Ablauf des Festes zu bewältigen. Ein Gewaltexzess, wie es ihn im vergangenen Jahr gegeben hatte, ist vom diesjährigen Kirschenmarkt bislang nicht dokumentiert.

Unterstützt wurden die Biedenkopfer Beamten von der Bereitschaftspolizei. Dies bewertet Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) bereits am Montag als gutes Konzept.

„Das konsequente Auftreten, die sichtbare Präsenz und die offensiven Kontrollen der Sicherheitskräfte erstickten mehrere sich anbahnende Schlägereien größerer Personengruppen im Keim“, sagt dazu nun auch Polizeisprecher Jürgen Schlick. Dennoch: Das um sich greifende Phänomen der Respektlosigkeit gegenüber Polizeibeamten wurde auch auf dem Kirschenmarkt bei einer Vielzahl von Einsätzen sichtbar, betont der Leiter der Polizeistation Biedenkopf, Erster Polizeihauptkommissar Rainer Höhn.

Aufenthaltsverbot zeigt keine Wirkung

Den negativen Höhepunkt lieferte ein polizeibekannter junger Mann, gegen den in gleich fünf Fällen wegen Körperverletzung auf dem Kirschenmarkt ermittelt wird. Aufgrund von drei Vorfällen am Donnerstag, 28. Juni, wurde dem wohnsitzlosen Mann am Folgetag ein Aufenthaltsverbot auf dem Festgelände ausgehändigt. Wirkung zeigte die Verfügung nach dem Hessischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht, denn am Abend wurde der Verdächtige erneut auffällig.

Die Polizei nahm den rabiaten Zeitgenossen in Gewahrsam. Ein Richter bestätigte am Folgetag die präventive Festnahme des Mannes, der bis Montagmorgen in einer Haftzelle der Frankfurter Polizei untergebracht wurde, um weitere Straftaten zu unterbinden.

Neben den aufgezählten Fällen gab es auch noch drei Sicherstellungen geringer Mengen Rauschgift, teilt die Polizei mit.


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