Laternen lösen einen Brand aus

Himmelslaternen sind in Hessen verboten. (Foto: dpa)

Vier der Himmelslaternen trieben laut Polizeibericht durch den Wind Richtung Ortschaft, eine blieb bereits auf einem nahe gelegenen Betriebsgelände hängen. Die Feuerwehr konnte die zum Ort treibenden Lampions abfangen und löschen, bevor sie Schaden anrichteten. Die einzelne Laterne setzte dagegen eine Rasenfläche in Brand. Durch das schnelle Eingreifen der Wehr blieb es jedoch bei einem kleinen Schaden. Die Hochzeitsfeier werde gewiss aus mancherlei Gründen in Erinnerung bleiben, schreibt Polizeipressesprecher Martin Ahlich, aber sicherlich auch wegen der Strafanzeige der Polizei. Die wurde nämlich nach Paragraf 306 und 307 des Strafgesetzbuches wegen des Herbeiführens einer Brandgefahr erteilt.

Laternen sind in Hessen verboten

„Diese mit brennenden Kerzen versehenen Himmelskörper aus Papier sehen zwar schön aus, es sind aber potentielle Brandsätze“, schreibt die Polizei. Sie könnten mehrere hundert Meter in die Höhe steigen und sich durchaus mehrere Kilometer weit vom Startpunkt aus entfernen. „Bleiben sie nicht zwischendurch irgendwo hängen, fallen sie unkontrolliert vom Himmel“, so die Polizei, „kommt es zur Landung mit noch brennender Kerze besteht insbesondere bei vorangegangener langer Trockenheit eine erhebliche Brandgefahr“.

In Deutschland dürfen diese Lampions nicht ohne Erlaubnis in die Luft, in einigen Bundesländern sind sie komplett verboten. In Hessen verbietet der Paragraf 1 der Gefahrenabwehrverordnung, dass ballonartige Leuchtkörper, bei denen die Luft mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erwärmt wird, derartige Himmelslaternen. (red)


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