Nur in Richtung Scheibe schießen!

FERIENPASSAKTION 40 Kinder haben trotz schlechten Wetters Spaß beim Bogenschießen

Wer sich fürs Bogenschießen interessiert, sollte sich laut Experte Werner Künkler am besten in einem Verein anmelden. (Foto: Emilia Menn)

Den Bogen zu spannen, kostet den Bogenschützen auch ganz schön viel Kraft. (Foto: Nikolas Feuring)

Trainer Werner Künkler schaut genau hin, wie die jungen Schützen den Bogen spannen, und gibt Tipps, damit der Pfeil die Zielscheibe nicht verfehlt. (Foto: Sarina Fedotow)

"Nur in Richtung Zielscheibe schießen!": So lautet die erste Regel beim Bogenschießen. (Foto: Selina Schneider)

Fabian Starke.

(Foto: Menn)

Marie Hayrapetian.

(Foto: Fedotow)

Max Mandlinger. (Foto: Menn)

Robin Käsmayer.

(Foto: Stegmann)

Bild 1 von 8

Beim Bogenschießen geht es um Geschicklichkeit, Beobachtungsgabe und Genauigkeit, erläuterte Werner Künkler den Mädchen und Jungen. Er leitete die Ferienpass-Aktion, die die Stadt Biedenkopf und die Gemeinde Dautphetal gemeinsam vorbereitet hatten und die in Biedenkopf auf dem Fußballplatz stattfand.

Für den optimalen Schuss ist es wichtig, richtig zu stehen und den Bogenarm ruhig zu halten

Anzeige

An oberster Stelle stand bei der Aktion der Spaß. Und den konnte selbst der Nieselregen nicht trüben, der kurz vor Beginn der Ferienpass-Veranstaltung eingesetzt hatte.

Zu Beginn wies Kursleiter Künkler die Teilnehmer in die Grundlagen des Bogenschießens ein. Die Kinder erfuhren, dass nicht nur der Stand, sondern auch eine ruhige Haltung des sogenannten Bogenarmes wichtig für den optimalen Schuss ist. Die Sehne wird gefasst und der Bogen gespannt. Zum Abschuss ist hohe Konzentration erforderlich.

Ganz leicht ist es nicht, all diese Aufgaben umzusetzen und die gelbe Mitte der Zielscheibe zu treffen, haben die Teilnehmer beim Ausprobieren gemerkt. Aber nach ein paar Anläufen klappte das Zielen und Treffen schon gut.

Beobachtet wurden die jungen Bogenschützen und ihr Trainer Werner Künkler übrigens von fünf Teilnehmern einer anderen Biedenkopfer Ferienpass-Aktion: Hannah Stegmann, Sarina Fedotow, Emilia Menn, Selina Schneider und Nikolas Feuring waren nämlich am selben Tag als Ferienpass-Reporter für den Hinterländer Anzeiger im Einsatz. Die fünf Nachwuchs-Journalisten haben Teilnehmer und Trainer der Bogenschieß-Aktion interviewt, fotografiert und Teile des heutigen Nachberichts selbst verfasst.
(Text: Nikolas Feuring, Selina Schneider, Franziska Weber, Susan Abbe)

KURZPORTRÄT: TRAINER WERNER KÜNKLER

Werner Künkler aus Waldeck betreibt seit 30 Jahren Bogenschießen. Das Wichtigste für ihn bei seinem Sport ist: „Sicherheit geht vor!“ Seit acht Jahren trainiert der heute 61-Jährige Kinder und Erwachsene im Bogenschießsportclub Korbach. Im Winter, wenn es zu kalt fürs Bogenschießen ist, stellt er selbst die Sehnen für Bögen her.

Zum Bogenschießen ist Künkler seinerzeit durch Zufall gekommen. Er arbeitete damals als Zimmermann. Auf einer Baustelle fand er einen Katalog mit Bogenschießzubehör. Als er dem Bauherrn begeistert davon erzählte, stellte sich heraus, dass der Vorsitzender im Korbacher Bogenschießverein war. Dort blieb dann auch Künkler hängen.

In seiner Freizeit schießt Werner Künkler lieber auf Gummitiere im Wald als auf Zielscheiben. Seine Begeisterung für den Sport beschreibt er kurz: „Es sind eigentlich immer Leute mit guter Laune dabei, da macht das ganze viel Spaß!“  Wer Lust auf Bogenschießen hat, sollte sich laut Künkler in einem Verein anmelden.

(Text: Nikolas Feuring, Selina Schneider)

VIER TEILNEHMER ERZÄHLEN VOM BOGENSCHIESSEN

Ganz zufrieden mit seiner Bogenschieß-Leistung ist Fabian Starke. Der Elfjährige aus Wallau erzählt, dass er früher schon mal Bogenschießen ausprobiert hat. Er hat damals auf Luftballons geschossen, hatte dabei viel Spaß und macht deshalb jetzt bei der Ferienpassaktion mit. Hier schießt er aber nicht auf Luftballons, sondern auf fünf Zielscheiben. Dabei hat er im ersten Durchgang zweimal ins weiße Feld und einmal ins blaue getroffen. „Weiß ist nicht so gut, aber blau ist gut“, erzählt Fabian. Am liebsten würde er das gelbe Feld in der Mitte treffen. Aber das ist ziemlich schwer, denn man muss genau zielen. Trainer Werner Künkler erklärt laut Fabian aber sehr gut, wie der Bogen richtig gehalten wird.

Voller Begeisterung erzählt die Neunjährige Marie Hayrapetian vom Bogenschießen. Die Kombacherin hat zu Hause einen Spielzeug-Bogen, mit dem sie gerne für sich allein übt. Sie schießt dann auf eine selbst gemalte Scheibe an einer Mauer. „Ich finde Bogenschießen toll“, erklärt Marie, warum sie an der Bogenschieß-Aktion teilnimmt. Ganz einfach ist dieser Sport aber nicht, berichtet sie. Denn es ist schwer, den Bogen zu spannen. Beim Zielen muss man ein Auge zukneifen, hat sie gelernt. Geklappt hat das bei ihr schon ganz gut. Immerhin hat die Kombacherin in einem der ersten Durchgänge gleich ins blaue und ins noch schwerer zu treffende rote Feld geschossen.

Ein Schuss in das gelbe Feld in der Mitte ist gleich bei den ersten Versuchen dem zehnjährigen Max Mandlinger aus Weifenbach gelungen. „Zweimal drüber und dann einmal ins Gelbe getroffen“, erzählt er stolz. Ganz neu ist der Sport für ihn nicht. „Ich war schon zweimal beim Bogenschießen“, berichtet der Weifenbacher. Besonders viel Spaß macht es ihm natürlich, wenn er das Ziel trifft. Aber das ist nicht so leicht. „Das Zielen ist schwierig“, erklärt Max, „man muss über den Pfeil zielen; aber das klappt nicht immer. Man braucht viel Übung.“

„Man braucht ganz schön viel Kraft“, hat der zwölfjährige Robin Käsmayer beim Bogenschießen erfahren. Er selbst kommt zwar mit dem Bogen ganz gut klar. „Aber für Jüngere wäre es anstrengender. Sechsjährige würden das nicht schaffen“, vermutet der Buchenauer. Er hat erfahren, dass man die Sehne des Bogens bis zum Ohr ziehen, zielen und schießen muss. Spaß macht der Wettbewerb dem Zwölfjährigen auf jeden Fall.

(Text: Hannah Stegmann, Sarina Fedotow, Emilia Menn)


Jetzt kostenlosen Probemonat sichern und unbegrenzt auf mittelhessen.de und in der News-App lesen!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2017
Kommentare (0)
Mehr aus Region Hinterland und Marburg