Pharmabetriebe öffnen Türen

ANGEBOT Tausende Besucher erleben "Laborwelt zum Anfassen" und mehr

Für die Kinder gab bei CSL Behring spannende Experimente. (Foto: Heiko Krause)

Zum ersten Mal nach 2006 wurden die Werkstore für jedermann geöffnet. "Schauen Sie heute, was hier hergestellt wird", betonte Thomas Jannssen von Pharmaserv, der zusammen mit seinen Geschäftsführerkollegen Jochen Reuter von Novartis Vaccines und Roland Martin von CSL Behring die Marburger, und wie Reuter ausdrücklich herausstrich, auch die Hinterländer begrüßte.

Geboten wurde auf dem weitläufigen Gelände so viel, dass es kaum möglich war, alles zu sehen. "Zeit für Entdecker" eben, wie es auf dem Programm stand. In dem erst einen Tag zuvor eingeweihten neuen Gebäude von CSL Behring gab es etwa die "Laborwelt zum Anfassen". Kinder und Erwachsene hatten die Möglichkeit, selbst zu Wissenschaftlern zu werden, wenn es während der Führungen Live-Versuche gab. Auch der Werkstattbereich war offen.

Die Produkte von CSL Behring werden zu großen Teilen aus Blutplasma hergestellt. Sonst hinter verschlossenen Türen, wurde die Gewinnung des Rohstoffs am Spender demonstriert. Darüber hinaus stellte sich das Unternehmen als Arbeitgeber und Ausbilder vor, präsentierte die Aufgaben der Informationstechnologie und zeigte eine Produktionsanlage.

Führungen bot auch Novartis Vaccines an. Im MARS-Campus konnten die Besucher so unter anderem zur Impfstoffproduktion und ins Warenlager. Im Außenbereich lud ein "Erlebnispfad Impfstoffe" ein, an den Pavillons zu verweilen und im "Infotainment-Zentrum" stellte sich der Impfstoffhersteller genauer vor. Dass aus Impfstoff keine Hosen geschneidert werden können, das erfuhren die Kleinsten bei einem Impftheater.

Als Dienstleister auf hohem Niveau stellte sich Pharmaserv vor. So gab es Einblicke in Lagerung und Verpackung von Arzneimitteln, eine Vorstellung der werksärztlichen Abteilung oder die Gelegenheit das Kesselhaus im Hauptwerk in der Marbach zu besichtigen.

Dort befindet sich auch das Arbeitszimmer Emil von Behrings, der den ersten Medizinnobelpreis erhielt und die Behringwerke 1904 in Marburg gründete. Karin Stichnote-Bothschafter vom Kulturamt der Stadt Marburg berichtete dort in "Originalatmosphäre" über das Schaffen, des bedeutenden Wissenschaftlers.

Werksfeuerwehr zeigt die Rettung aus der Höhe mit einer Seilbahn

Auf dem Görzhäuser Hof gab es zudem ein umfangreiches Rahmenprogramm. Auch die Werksfeuerwehr stellte sich und ihre Fahrzeuge vor. Ein Höhepunkt für die Besucher war dabei sicher die zweimal präsentierte Einsatzübung mit Höhenrettung von einem Dach mittels Schrägseilbahn.

Vor allem für Kinder wurde einiges geboten, die etwa in der Kantine unterstützt vom Marburger Chemikum experimentieren konnten. Die Bundesligabasketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg zeigten eine Trainingseinheit und für Musik und das leibliche Wohl war gesorgt. Für den Transport zwischen den Firmen sorgten Shuttlebusse und die Marburger Bimmelbahn.


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