"Radtourismus ist auf dem Vormarsch"

AKTION "Radeln im Salzbödetal" hat Premiere

Landrätin Kirsten Fründt und Lohras Bürgermeister Georg Gaul führen den Radlertross auf dem Salzböde-Radweg an. Die Strecke verläuft durch die Kommunen Weimar, Lohra, Gladenbach und Bad Endbach. (Fotos: Valentin)

Die Kindergottesdienstkinder aus Lohra grüßen die Radler mit ein paar Lockerungsübungen.

An den Rastplätzen entlang des Weges hielten die Radler inne, um sich eine Auszeit zu gönnen und Kraft zu tanken.

Walter Plitt (r.) lässt sich von Uwe Gross den Reifen aufpumpen.

Im Regionalmuseum Weidenhausen backt Inge Altberg für die Besucher Waffeln.

Am KSF-Zentrum in Bad Endbach konnten die Radfahrer den Trial-Parcours ausprobieren.

Pastor Wolfgang Friedrich von der evangelisch-methodistischen Kirche vergleicht das Leben mit einem Fahrradreifen.

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Auch wenn der ganz große Andrang auf der 30 Kilometer langen Strecke zwischen Hartenrod und Niederwalgern ausblieb, zogen die Organisatoren doch eine zufriedenstellende Bilanz der Premierenveranstaltung. "Es ist toll zu sehen, was man erreichen kann, wenn viele Institutionen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten", stellte Landrätin Kirsten Fründt (SPD) fest.

Denn das erste Radeln im Salzbödetal war ein Gemeinschaftswerk der drei Kommunen Bad Endbach, Gladenbach und Lohra, vieler Vereine und des Landkreises. Sie alle verfolgten mit diesem Sonntag das Ziel, die Natur für den Menschen erlebbar zu machen, so Fründt.

"Der Radtourismus ist auf dem Vormarsch", bekannte auch Lohras Bürgermeister Georg Gaul (parteilos). Aus gutem Grund: Denn Fahrrad fahren halte nicht nur fit, es sei auch ein familienfreundliches Angebot, an dem Jung und Alt teilhaben können. "Deswegen soll dieser Radfahrsonntag auch ein fester Bestand im jährlichen Terminkalender werden", betonte Gaul.

Begonnen hatte die Aktion am Morgen mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Reithalle der Eselsmühle in Lohra. In seiner Predigt verglich Pastor Wolfgang Friedrich von der evangelisch-orthodoxen Kirche das Leben dabei mit dem Rad eines Fahrrads: Es dreht sich unaufhaltsam vorwärts, aber wenn die Mitte, die Achse, fehlt, dann fehlt auch der Halt. Genauso sei es im Leben: Ohne Halt sei kein stabiles Leben möglich.

Vereine und Gruppen laden die Ausflügler zur kleinen Rast ein

Musikalisch gestalteten der Kindergottesdienst, der gemischte Chor sowie der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde den Gottesdienst mit. Letzterer schickte die Radfahrer schließlich sogar mit einem munteren "Ja, mir san mit’m Radl da" auf die Strecke.

Entlang dieser luden mehrere Vereine und Privatleute die Teilnehmer immer wieder zu einer kleinen Rast ein. So zeigten die Traktorfreunde Lohra eine kleine Ausstellung ihrer historischen Schlepper, das Team im Regionalmuseum Weidenhausen lud zum süßen Waffelschmaus ein und im Naturkundehaus Damm konnten sich die Radler über die heimische Tier- und Pflanzenwelt informieren.


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