DLRG in Sachen Wassersicherheit unterwegs

Rettungsschwimmer im Kindergarten - ein Projekt für mehr Sicherheit

Jedes Jahr vor dem Beginn der Badesasion starten die Rettungsschwimmer der DLRG vom Kreisverband Lahn-Dill unter Leitung von Uli Seidel ( Beauftragter des Kiga -Projektes) aufs Neue ihre Reise durch die Kindergärten des Lahn-Dill Kreises. Mit dabei auch Tanja Bourcarde von der DLRG Aßlar.
Diese verstärkte Aufklärungsarbeit macht sich schon bemerkbar. Bei Badeunfällen 2011 starben 22 Kinder im Alter unter 15 Jahren, 2010 waren es noch 33 gewesen. Mit Spiel und Spaß geben sie den Vorschulkindern einen Einblick in den Alltag am Strand oder Schwimmbad. Zusammen werden die Gefahren im und am Wasser besprochen auch wo es gefählich ist im heimischen Bereich wie etwa der Gartenteich oder die grüne Regentonne.
"Stop" rufen die  Vorschulkinder vom Kindergarten "Drachennest" in Aßlar als der "Platschi" nur so aus Spaß um Hilfe ruft, um den Rettungschwimmer "Kasper Rudi" damit zu ärgern. Die Kinder und der Kasper erklären dem tollpatschigen Platschi, warum man nicht aus Spaß um Hilfe rufen darf. Das ist eine von vielen Baderegeln die die Vorschulkinder im "Kindergarten Drachennest " gelernt haben. "Platschi" und der "Rettungskasper" sind Figuren in einem Kasperletheater, mit dem am Ende des DLRG-Nivea-Kindergartentages das gelernte Wissen noch einmal spielerisch "abgefragt" werden. Ziel des Kindergartentages ist es, den Kindern das Thema Sicherheit im und am Wasser zu vermitteln. Das geschieht auf altersgerechte Art und Weise. Die Kinder erleben beispielsweise in einer Bewegungsgeschichte, wie der Wachdienst-Tag eines DLRG-Rettungsschwimmers abläuft und wie Menschen, die im Wasser in Not geraten, geholfen wird. Da bekommen die Kinder Ferngläser aus Papprollen, mit denen sie aufs Wasser schauen und aufpassen, das niemanden etwas passiert. Gemeinsam werden die gelbe und rote Flagge gehisst, wobei die Kinder lernen , das die gelbe bedeutet, dass Kinder und Nichtschwimmer nicht mehr ins Wasser gehen sollten, während die rote Flagge aufgrund einer Gefahrenlage Badeverbot für alle bedeutet.  Dabei werden auch die zwei Rettungsgeräte die von der DLRG mitgebracht worden (die Rettungsboje & der Rettungsball) von den Jungen und Mädchen ausprobiert. Über das Baderegellied und ein großes Baderegelpuzzle lernen die Kinder die Baderegeln kennen.
Ein Grund für die DLRG dieses Projekt zu entwickeln waren und sind die Ertrinkungszahlen, denn gerade im Vorschulalter sind Kinder besonders gefährdet. Sie können noch nicht oder nicht gut schwimmen und in ihrem kindlichen Übermut Gefahren nicht einschätzen.
Deshalb führt die DLRG in Zusammenarbeit mit einem Sponsor dieses Projekt seit dem Jahr 200 in den Kindergärten durch.
Infos gibt es bei der DLRG unter: usa.uli-seidel(at)t-online.de


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