Wetzlarer BdP-Pfadfinder unterwegs

(Foto: privat)
(Foto: privat)
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Zum anderen haben auch die Kleinsten vom Stamm Greif etwas von ihrer Übernachtung am Pfadfinderhaus in der Sixt-von-Armin-Straße zu erzählen.
 
"Hallo an alle Zeitungsleser, wir, die Meute vom Stamm Greif in Wetzlar, haben vom 3. bis zum 4. August zum ersten Mal an unserem kleinen Häuschen übernachtet.

Vielleicht sollten wir vorab ein bisschen erklären, wer wir sind und was überhaupt diese komischen Begriffe wie zum Beispiel "Meute" bedeuten.

Also, bei den Pfadfindern gibt es drei verschiedene Stufen. Einerseits gibt es uns, die kleinsten beziehungsweise jüngsten Pfadfinder. Wir werden Wölflinge genannt und sind so zwischen sechs und elf Jahre alt. Wenn wir uns alle treffen und dementsprechend viele Wölflinge auf einem Haufen versammelt sind, dann werden wir Meute genannt.

Dann wären da noch die Sipplinge. Meistens kommt man mit elf oder zwölf Jahren in eine höhere Pfadfinderstufe und ist dann nicht mehr ein Wölfling, sondern ein Sippling. Anders als wir Wölflinge, die hauptsächlich spielen und ihre Meutenführer, also Gruppenleiter, mit sehr viel Freude ärgern, lernen die Sipplinge zum Beispiel, wie man ein Zelt aufbaut, und bestreiten dann auch ihre erste Wanderung. Dazu kommt, dass man als Wölfling zu der dunkelblauen Kluft ein gelbes Halstuch und als Sippling ein gelb-blau gestreiftes trägt.

Die letzte Stufe ist die Stufe der Ranger und Rover. Das sind die Pfadfinder über 16 Jahre. Die Ranger und Rover treffen sich meistens nicht mehr ganz so oft wie die Wölflinge und Sipplinge, dafür übernehmen sie aber die Gruppenleitungen für die unteren Stufen.

Jetzt haben wir aber genug von den anderen geredet und kommen zurück zu unserem eigentlichen Bericht.
  
Um 14 Uhr sind wir Wölflinge, aber auch ein paar von den Sipplingen am Pfadfinderhaus eingetroffen. Es war total warm, aber zum Glück haben sich unsere Meutenführer etwas Erfrischendes für uns ausgedacht, eine Wasserschlacht!

Nachdem wir alle pitschnass waren, trockneten wir uns in der Sonne und aßen Kuchen. Während wir weiter gespielt haben, haben die Sipplinge eine Kothe (Zelt) aufgebaut.

Ein paar von uns gingen mit Einkaufen, und als wir zurückkamen, kochten wir zusammen. Es sollte Pizza geben, und als jeder seine Pizza belegt hatte, kam sie in den Ofen.

Bevor wir mit dem Essen angefangen haben, hat die Sippe uns ihren neuen Essensspruch beigebracht. Die Pizza hat super lecker geschmeckt!

Danach hätten wir normalerweise spülen müssen, aber das haben wir zum Glück auf den nächsten Tag verschoben.

Stattdessen haben wir auf der Feuerstelle, hinter dem Haus, Feuer gemacht.

Bevor es dunkel wurde, mussten wir noch schnell unsere Kothe beziehen. Wir waren alle so aufgeregt, weil wir noch nie in einer Kothe geschlafen haben. Die Sipplinge haben uns allerdings ein bisschen beruhigt. Ehe wir uns versahen war es auch schon dunkel, und wir saßen um die Feuerstelle herum und sangen Lieder. Wir Wölflinge kennen noch nicht so viele Lieder, aber die Lieder, die wir kannten, haben wir mitgesungen und die, die wir nicht kannten, improvisiert. Bei einer schönen warmen Tasse Tschai (typisches Pfadfindergetränk mit Traubensaft und Früchten) wurde uns auch nicht kalt.

Langsam wurden wir Wölflinge müde. Während die Älteren noch ums Feuer sitzen blieben, gingen wir uns mit den Gruppenleitern die Zähne putzen, zogen uns um und legten uns in die Kothe. Bei einer schönen Gute-Nacht-Geschichte schliefen wir dann endlich ein.

Am nächsten Morgen waren wir schon früh wach und konnten unsere Gruppenleiter wecken. Das fanden die zwar nicht so lustig, aber wir hatten Spaß daran. Zum Frühstück gab es sogar Müsli, darauf haben wir uns die ganze Nacht lang gefreut.

Nach dem Frühstück mussten wir dann spülen. Selbst das Spülen macht mit ein paar mehr Leuten Spaß. Die anderen räumten das Haus noch ein wenig auf, und dann gingen wir an den Bach spielen.
Leider verging die Zeit wie im Flug und während einer Runde "Piep- Fangen" kamen auch schon die ersten Eltern.

Wir machten noch unseren Abschlusskreis und gingen dann nach Hause. "Bis zur nächsten Meutenstunde nach den Sommerferien", hieß es dann!"
 
Nochmal hallo, ihr lieben Zeitungsleser, am Montag, 30. Juli, trafen wir, fünf mutige und abenteuerlustige Pfadfinderinnen und Pfadfinder vom Stamm Greif Wetzlar, uns zu unserer ersten Wanderung. Innerhalb von zwei Tagen wollten wir den Weg von Wetzlar nach Weilburg bewältigen. Bevor die Reise losging, bereiteten wir uns mit unseren beiden Gruppenleiterinnen in unserem kleinen "Hexenhäuschen" in der Sixt-von-Armin-Straße 45-47 darauf vor. Zu den Sachen, die wir auf jeden Fall nicht vergessen durften, gehörten natürlich sowas wie Zelt, Töpfe, Essen und Kocher.

Nachdem wir gepackt hatten und später Pizza gegessen hatten, legten wir uns müde und voller Vorfreude in unsere Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen machten wir uns mit unseren vollgepackten Rucksäcken auf den Weg in Richtung Braunfels, welches unser Ziel für die erste Nacht sein sollte. Die ersten Kilometer waren eine Überwindung, denn wir mussten uns an die Rucksäcke gewöhnen. Nach einer Weile hatten wir uns daran gewöhnt und konnten die Umgebung genießen.

Die Mittagspause verbrachten wir bei Laufdorf auf einer kleinen Wiese. Danach erwartete uns schon unser erstes Hindernis, eine riesige Schafherde. Sie stellten sich einfach in unseren Weg! Doch mit der Hilfe des Schäfers kamen wir ohne Probleme durch die Schafherde.

Um 16 Uhr hatten wir endlich Braunfels erreicht. Auf dem Weg zum Campingplatz machten wir halt beim Supermarkt, um für den Abend und die nächsten Tage einzukaufen.

Nachdem wir unser Zelt auf den Campingplatz aufgestellt hatten, hatten wir endlich Freizeit.

Diese mussten wir natürlich nutzen, und obwohl unsere Füße zuvor noch weh getan hatten,  spielten wir eine Runde "Isomattenschlacht", ein von uns neu entwickeltes Spiel.

Aber der Hunger kam schnell, als das Abendessen gekocht war: Tortellini mit Käsesahnesoße. Das war ein Genuss!

Nach einer kleinen Singrunde ums Kerzenlicht schliefen wir nach einem anstrengenden Tag schnell in unseren Schlafsäcken ein.

Der nächste Morgen begann schon früh. Alles musste schnell gehen. Zelt abbauen, frühstücken und Rucksäcke packen, erst dann konnte es in Richtung Weilburg losgehen! Dieser Tag war wärmer als der Vorherige, aber zum Glück verlief unser Weg durch den Wald, wo es schön kühl war!

Auf einer abgelegenen Straße am Weilburger Tiergarten machten wir Rast.

Als wir weiterliefen und unsere Trinkflaschen am Tiergarten mit Wasser auffüllten, trafen wir zufällig andere Pfadfinder, die gerade Besuch von ihren Pfadfinderfreunden aus England hatten. Das war unsere erste Begegnung mit ausländischen Pfadfindern, und sie waren alle total freundlich. Anders als wir tragen sie Kluften und Halstücher in anderen Farben. Unsere Kluft (Hemd) ist beispielsweise dunkelblau und unsere Halstücher, je nachdem zu welcher Pfadfinderstufe man gehört, gelb oder gelb und blau gestreift.

Auf dem Weg zum Campingplatz in Weilburg mussten wir über die "Eiserne Brücke" und an der Lahn entlang. Der Weg war total schön, aber zehrte an unseren letzten Kräften.

An unserem Ziel angekommen, brauchten wir eine kleine Pause und schauten den Kanufahrern an der Lahn zu. Nach einer kleinen Weile überkam uns wieder der Hunger. Während unsere Gruppenleiterinnen essen kochten, bauten wir schonmal unsere Kothe auf.

Mit einem romantischem Blick auf die Lahn nahmen wir unser letztes warmes Mahl zu uns. Auch später am Abend saßen wir an der Lahn und blickten zurück auf die vergangen Tage.

Es war eine aufregende Zeit, in der wir viel gelernt haben. Nicht nur Zelte aufbauen und mit dem Kocher umgehen, sondern auch wie man als Gruppen zusammen hält und nie aufgibt, auch wenn der Weg manchmal unendlich lang erscheint.

Während wir sangen und Kekse aßen, sprachen wir auch über die netten Menschen, die uns begegnet waren. Die meisten kamen mit einem Lächeln auf uns zu und freuten sich, mal wieder Pfadfinder zu treffen. Viele waren selbst früher Pfadfinder und erzählten uns von ihren Fahrten. Trotz der Blasen und des Muskelkaters mussten wir uns alle eingestehen, dass diese Reise ein Abenteuer war, welches wir nicht so schnell vergessen werden.

Liebe Grüße und Gut Pfad
Aylin und Sophie"

Falls auch ihr Interesse am Pfadfinderwerden habt oder uns mal besuchen wollt, könnt ihr uns während unserer Gruppenstunden einfach mal besuchen kommen.

Wann? Samstags von 13.30- 18 Uhr
Wo? Sixt-von- Armin-Straße 45-47 (kleines Holzhüttchen am Ende der Straße), 35578 Wetzlar

oder euch folgendermaßen melden beziehungsweise auf unserer Homepage vorbeischauen:

Homepage: www.pfadfinden-wetzlar.de
E-Mail: selma(at)pfadfinden-wetzlar.de
kathi(at)pfadfinden-wetzlar.de


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