Keller nimmt Vergleich des Gießener Gerichts an

Politik  Stadtoberhaupt muss jetzt 20 000 Euro zahlen

Das Verwaltungsgericht Gießen hatte den Widerrufsvergleich Anfang März geschlossen. Inhalt: Zahlt Wolfgang Keller (parteilos) 20 000 Euro an die Stadt, dann ist der Leistungsbescheid der Stadtverordneten über die doppelte Summe, gegen den Keller geklagt hatte, vom Tisch.

Die Stadtverordneten hatten den Vergleich mehrheitlich in ihrer Sitzung Ende März angenommen. Danach lag der Ball bei Keller. Auch er hat mittlerweile zugestimmt. Die 20 000 Euro kann er in Raten zahlen. Während seiner restlichen Dienstzeit sind dies monatlich 500 Euro, danach sind es 300 Euro monatlich.

Hintergrund des Ganzen war ein Kassenkredit in Höhe von 1,5 Millionen Euro, den die Stadt Braunfels vor sieben Jahren in Schweizer Franken aufgenommen hat. Als der Wechselkurs einbrach, kam es zu einem Verlust von 141 500 Euro. Festgestellt wurde das allerdings erst, als der Kredit 2012 verlängert werden sollte.

Beide Parteien hatten bis zum 10. April Zeit, gegen den Vergleich Einspruch einzulegen. (red)


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