Freitag lockt nächtlicher Kunstgenuss

Galerien öffnen bis 24 Uhr
Dieses Lackbild "Rosen�? von Ren Rong gehört zur Ausstellung der Galerie am Dom.(Fotos: privat)
Eine Arbeit von Holle Klein zum Thema "Fast Nichts�?.
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Ebenfalls ab 18 Uhr bitten die "Digitalakrobaten" in die Galerie/Werkstatt im Stadthaus am Dom. Dort zeigen sie in einer Vorschau zur Ausstellung Fotokunst von Alla Poppersoni sowie Arbeiten von anderen Künstlern, etwa von Maik Scharfscheer, der kürzlich im Kunstverein für Furore sorgte, oder von Ulrich Leman.

Ab 19 Uhr lädt der Kunstverein in seine Galerie im Alten Rathaus ein. Dort zeigen die Mitglieder der "Jungen Kunstwerkstatt" des WKV, Sascha Schulze (Herborn) und Patrick Müller (Gießen), ihre Arbeiten.

Lesungen und Musik sowie musikalische Wegbegleitung von Ort zu Ort bieten die städtischen Museen unter dem Motto "Magische Momente". Es meint nicht nur die Fotoausstellung mit Aufnahmen von Oskar Barnack, sondern auch besondere Momente um 18.45 Uhr im Stadt- und Industriemuseum, um 20 Uhr im Jerusalemhaus und um 22 Uhr im Palais Papius, wo zudem um 23.30 Uhr Mondscheinklänge im Palaisgarten zu hören sind.

Zur Ausstellung und Live-Performance des Künstlers Jürgen Grafe lädt die Kleinkunstbühne der KulturStation am Brodschirm ab 20.30 Uhr ein. Um 21 Uhr und 22.30 Uhr findet dort zudem ein literarisches Kurztheater mit pianobegleitetem Gesang statt.

Ren Rong bestreitet die Ausstellung, die um 21.30 Uhr in der Galerie am Dom eröffnet wird. Der chinesische Künstler (Jahrgang 1960) sieht sich nicht nur als bildender Künstler, sondern auch als Kunstvermittler, der kulturelle Brücken zwischen den Welten schafft. In seinem künstlerischen Werk verbindet er Elemente der traditionell asiatischen Kunst wie Kalligrafie, Scherenschnitt oder Lackmalerei mit modernen, individuellen Elementen der Kunst Europas.

Der Betrachter ist so aufgerufen, sich mit beiden Kulturen auseinanderzusetzen und ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Startschuss fällt um 18 Uhr mit der Vernissage des Kunstvereins im Stadthaus

Ren Rongs Markenzeichen sind seine "Pflanzenmenschen". Diese phantastischen Hoffnungswesen sollen Symbiose von Natur und Mensch sein und stehen für die ständige Wandelbarkeit des Seins.

Die Ausstellung in der Galerie zeigt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Arbeit von Ren Rong mit zahlreichen Lackbildern und Skulpturen sowie seinen neuen aquarellierten Scherenschnitten.

Die Herren der "Galeria Autonomica" sind diesmal mit einem "Budchen" auf dem Domplatz. Dazu heißt es unter anderem: "Christian Minke und Christoph Pankowski bauen ein Budchen auf dem Domplatz und verarbeiten dadurch die Zerstörung ihres Erstlingsbauwerks in den späten Neunzigern durch die örtlich ansässige, faschistische Dorfjugend."

Last but not least: Getränke und Gespräche kommen an allen Orten kostenlos dazu. Und: Der Eintritt ist ebenfalls frei.


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