Halter von erhängtem Hund ermittelt

(Foto: Polizei)

Allerdings gebe es einen Verdächtigen, bestätigte die Polizei auf Nachfrage dieser Zeitung. Auf diesen konzentrieren sich derzeit die Ermittlungen. Nachdem die Beamten am Montag den Fall öffentlich gemacht hatten, gingen noch am Abend zahlreiche Hinweise zur Herkunft und der Leine des Hundes ein, teilte Pressesprecher Guido Rehr am Dienstag mit. Dadurch konnte zumindest der Halter des Tieres ausfindig gemacht werden. Näheres zu einem möglichen Täter konnten die Beamten noch nicht sagen. Die Ermittlungen liefen jedoch auf Hochtouren. Zu ihren Ermittlungsergebnissen will die Polizei dann in den kommenden Tagen mehr bekannt geben.

Spaziergänger 
fand den Hund

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Am Montag vergangener Woche (30. Januar) informierte ein Spaziergänger die Wetzlarer Polizei über einen grausigen Fund. Im Wald bei Schwalbach nahm sein Hund plötzlich eine Witterung auf und führte ihn zu einem an einem Baum hängenden toten Hund. Die Leine des dunkelgrauen Hüte- oder Schäferhundmischlings war in etwa zwei Metern Höhe befestigt und stramm gezogen worden. Der Kopf des Tieres wurde dadurch zwangsläufig nach oben gestreckt. Lediglich die Hinterläufe und das Gesäß hatten Bodenkontakt. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass der Hund einen qualvollen Tod starb. Sie ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz: das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund.

Der dunkelgraue Hüte- oder Schäferhundmischling war laut Polizei etwa zwei Jahre alt. Der rechte Hinterlauf wurde vor kurzem rasiert; an dieser Stelle ist eine Operationsnarbe zu erkennen.

Der Täter benutzte eine hell- und dunkelblau geflochtene Nylonleine mit silberfarbenen Karabinern an den Enden. Zudem sind drei Metallringe zur Einstellung verschiedener Leinenlängen eingeflochten.

Während die Polizei noch ermittelt, haben Tierschutzgruppen Belohnungen für Hinweise, die zum Täter führen, ausgelobt. „Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären. Der Täter muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat“, sagt Judith Pein im Namen der Tierschutzgruppe PETA. Diese setzt 1000 Euro Belohnung aus. Den gleichen Betrag hat auch der Verein TASSO für sachdienliche Hinweise ausgesetzt. Die Tat sei kein Bagatelldelikt, sondern eine Straftat, schreibt TASSO in einer Stellungnahme.  (red)


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Kommentare (5)
Wie wurde der Halter ermittelt und weshalb hat er sich nicht von selbst gemeldet?
Auge um Auge, Zahn um Zahn.
An den Personalien wären bestimmt viele interessiert. Aber da wird die Justiz wohl wieder den Täter vor der bösen, bösen Allgemeinheit schützen...
Dem stimme ich zu.Solche Kreaturen haben in unserer Gesellschaft nichts verloren und gehören hinter Schloss und Riegel.Man sollte den oder die Namen öffentlich machen.
Kopfschüttelnd -Fassungslos treibt es einem die Tränen in die Augen beim Anblick und lesen Ihres Berichts ! Wie kann eine Kreatur zu solch einer
unmenschlichen Tat fähig sein ? Ich appelliere an unsere Justiz sich mit mehr
all Ihrer Macht dafür einzusetzen,das der oder die Täter gefasst werden
und nicht nur mit einer lächerlichen Strafe von ein paar Tagessätzen oder Bewährung davon kommen ! Es sollte eine Belohnung ausgelobt werden
an der ich mich gerne beteiligen möchte !
Mfg. Jörg Meier Wetzlar/Hermannstein
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