Hunderte Keller laufen voll

UNWETTER Hüttenberg und Wetzlar am stärksten betroffen

Land unter in der Nauborner Straße zwischen Wetzlar und Nauborn. Das Wasser des Wetzbachs floss nur langsam wieder ab. (Foto: Keller)

Gewittersturm bedeutet für Feuerwehr Großeinsatz

Besonders betroffen waren die Hüttenberger Ortsteile Rechtenbach, Hochelheim und Hörnsheim. Allein in Rechtenbach habe die Feuerwehr rund 100 Einsatzstellen, berichtete Kreisbrandinspektor Rupert Heege nach einem ersten Überblick.

Die Regengüsse waren so stark und anhaltend, dass die Kanalisation und der Schwingbach die Wassermassen nicht mehr fassen konnten. Um weiteren Schaden von Hochelheim und Hörnsheim abzuwenden, beantragte Heege gegen 20 Uhr beim RP, die Schleuse des Rückhaltebeckens unterhalb von Kleinrechtenbach schließen zu lassen.

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Auch in Wetzlar standen viele Straßen unter Wasser. Möglicherweise war ein verstopftes Gitter an einem Einlauf Ursache dafür, dass der Wetzbach die Nauborner Straße zwischen Wetzlar und Nauborn überflutete. In diesem Bereich lief das Wasser auch in mehrere Keller und eine Wohnung. Auch in der unteren Brühlsbachstraße ergoss sich die Brühe über die Straße. Einen Wassereinbruch gab es nach Heeges Erkenntnis auch im Neuen Rathaus.

Außerdem betroffen waren Solms, Leun und Greifenstein. Insgesamt waren am Donnerstagabend rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie kümmerten sich an 200 Einsatzstellen hauptsächlich darum, vollgelaufene Keller leerzupumpen.

Die Bahnstrecke von Wetzlar in Richtung Weilburg musste nach dem Sturm für rund eine Stunde gesperrt werden, weil die Feuerwehr dort einen auf die Gleise gestürzten Baum zersägen und entfernen musste.

An mehreren anderen Stellen im Kreisgebiet mussten weitere umgestürzte Bäume und Äste von den Straßen geräumt werden.

Das Ausmaß des Sturmschadens war am Abend noch nicht abzuschätzen.


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