Jugendliche müssen Flexibilität zeigen

ARBEITSMARKT Mehr Menschen ohne Job als im Juni

Wie die Agentur für Arbeit mitteilt, waren dies 313 mehr als im Juni, davon 140 Männer und 173 Frauen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 177 Personen (+ 24,4 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Juli 2016 hat sie sich um 97 Personen (+ 12,1 Prozent) erhöht. Aktuell sind 901 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet.

Bei den 50-Jährigen und Älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im Juli bei 2460 Personen und nahm im Vergleicht zum Vormonat um 23 (+ 0,9 Prozent) zu. Gegenüber Juli 2016 bedeutet das einen Rückgang von 109 Arbeitslosen (- 4,2 Prozent).

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2177 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 47 mehr als im Juni (+ 2,2 Prozent) sowie 230 mehr (+ 11,8 Prozent) als im Juli 2016.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag im vergangenen Monat erneut über dem Vorjahresniveau. 581 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Plus von 32 Stellen (+ 5,8 Prozent) gegenüber Juli 2016.

1488 freie Ausbildungsstellen

Von Oktober 2016 bis Juli 2017 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1834 Ausbildungssuchende. Dies waren 75 (- 3,6 Prozent) weniger als in der Vorjahresperiode. 354 von ihnen sind derzeit noch unversorgt. Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen 1488 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 158 Stellen (11,9 Prozent) mehr als 2016. 448 Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2016 waren noch 400.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist saisontypisch und findet seine Ursachen insbesondere im Schuljahres- und Ausbildungsende“, berichtet die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir. Zudem belaste auch das Quartalsende im Juli den Arbeitsmarkt, etliche Kündigungsfristen seien an diese Termine geknüpft.

Erfahrungsgemäß werde sich die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen bis zum Herbst deutlich reduzieren, da die meisten Schulabgänger in den kommenden Wochen eine Lehre beziehungsweise eine Schul- oder Hochschulausbildung beginnen.

Mit Blick auf die unbesetzten Ausbildungsstellen appellierte Berbuir an die Unternehmen, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die nicht ,zu einhundert Prozent‘ dem Anforderungsprofil entsprechen. An die noch unversorgten Jugendlichen richtete sie den Wunsch, sich hinsichtlich des Berufswunsches oder des Ausbildungsortes weiter zu flexibilisieren, um noch einen Ausbildungsplatz zu finden. (red)


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