Kinder ermahnen Raser

Aktion  „Blitz for Kids“ an der Biskirchener Grundschule

Die „gelbe Karte“ gibt es für Autofahrer, die schneller als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde fahren. (Foto: Polizei)
Dienstantritt für die Biskirchener „Hilfspolizisten“. (Foto: Polizei)
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Mitarbeiter des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill haben an diesem Morgen die Geschwindigkeiten vorbeifahrender Autos gemessen und die Fahrer angehalten. Waren diese mit vorschriftsmäßiger Geschwindigkeit unterwegs gewesen, übergaben die Kinder eine „grüne Karte“ und bedankten sich für das vorbildliche Verhalten.

Rasern allerdings händigten sie eine „gelbe Karte“ aus, wiesen sie auf die Gefahren von zu schnellem Fahren hin und forderten dazu auf, künftig die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten.

„Die Autofahrer zeigten sich beeindruckt, aus einem Kindermund den Appell zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu hören. Authentischer kann man nicht für Rücksicht auf Schulwegen werben“, so die Polizei in einer Bilanz der Aktion. Den Kindern habe es Spaß gemacht, in die Rolle eines echten Polizisten zu schlüpfen.

Zu viele Verstöße gegen Gurtpflicht

Insgesamt fuhren 37 Fahrzeuge durch die Messstelle vor der Schule. Sieben Autos waren schneller als die dort erlaubten 30 Kilometer pro Stunde. Allerdings waren sie nicht flotter als 40 Kilometer pro Stunde unterwegs, so dass die Fahrer nicht gebührenpflichtig verwarnt werden mussten.

Erschreckend laut Polizei war allerdings die Bilanz der Gurtverstöße: Vier Kinder saßen ohne Gurtsicherung im „Mama-Taxi“. Drei Mütter waren selbst nicht angeschnallt. Hier machten die Polizisten kurzen Prozess und baten die Verantwortlichen für die Kinder und die Fahrerinnen selber mit jeweils 30 Euro zur Kasse. (red)


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