Kontrollen auf der Lahninsel

RUNDER TISCH  Mehrsprachige Aufklärungskampagne soll in der kommenden Saison starten

Andrea Volk. (Foto: Freudenmann)
Jörg Kratkey. (Archivfoto: Gross)
Waldemar Droß. (Foto: Archiv)
Bild 1 von 7

Es sei ein „gutes, konstruktives Gespräch“ gewesen, an dem Polizei, Vereine, Ortsvorsteher, Ordnungsamt, Untere Naturschutzbehörde, Sportamt, Stadtbetriebsamt und Baudezernat teilgenommen hatten, berichtet Ordnungsdezernent Jörg Kratkey (SPD). „Es gibt nicht den einen Hebel, den man umlegen kann und alle Probleme sind vom Tisch“, erklärt er. Aber man habe sich auf mehrere Punkte verständigt, so Kratkey:

Lahninsel soll zukünftig sporadisch kontrolliert werden – zu unregelmäßigen Zeiten

Eine mehrsprachige Aufklärungskampagne zum Thema Lahninsel soll gestartet und dabei unter anderem auch der Ausländerbeirat mit ins Boot geholt werden.

Auf der Lahninsel sollen zukünftig sporadisch Kontrollen durchgeführt werden – und das zu unregelmäßigen Zeiten.

Es werde geprüft, ob großflächige Schilder mit Piktogrammen – unter anderem gegen Wildpinkler – angebracht werden können.

Beim Thema „Grillen“ soll geprüft werden, ob es zulässig und sinnvoll ist, kleine befestigte Bereiche zu schaffen, in denen gegrillt werden kann.

Der vom TuS Naunheim geforderte Zaun kommt. „Wir haben im Haushalt 2018 insgesamt 74 000 Euro für die Maßnahme im Teilhaushalt ,Ungedeckte Sportstätten‘ veranschlagt. Das heißt, die Stadt Wetzlar bezahlt den Zaun, dessen genauer Verlauf noch zwischen dem TuS Naunheim und dem Sportamt abgestimmt wird. Vorgesehen ist die Umzäunung des Rasenplatzes“, so Kratkey. Der Hartplatz dürfe nicht eingezäunt werden, da es sich um Überflutungsflächen bei Hochwasser (Retentionsraum) handle. Der Zaun werde aber möglicherweise so verlaufen, dass auch ein Schutz der Außenanlagen des Sportlerheims möglich sei.

Einen konkreten Zeitplan, wann die Maßnahmen auf der Lahninsel greifen, gebe es noch nicht. Man wolle aber zur nächsten Saison mit den Maßnahmen beginnen, erklärte Kratkey.

Zufrieden zeigte sich Naunheims Ortsvorsteherin Andrea Volk (SPD) nach dem Gespräch: „Es ist deutlich geworden, dass dringender Handlungsbedarf besteht und die Nutzung Kontrolle braucht.“

Garbenheims Ortsvorsteher Waldemar Droß (SPD) erklärte, die Naunheimer Einschätzungen zur Lahninsel seien sehr informativ gewesen. Aus Garbenheimer Sicht sei das Gespräch allerdings nicht sehr befriedigend gewesen: Das Ziel, „die Insel rigoros für Autos zu sperren“, sei nicht erreicht worden.


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Mehr zum Thema
Kommentare (0)
Mehr aus Wirtschaft