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"Lappen" ist spätestens 2033 Geschichte

MOBILITÄT Haltbarkeitsdatum alter Führerscheine läuft ab / Behörde rät zum Tausch vor drohendem Ansturm

Wetzlar Für alte graue und rosa „Lappen“ sowie ältere Kartenführerscheine läuft das Haltbarkeitsdatum ab. Spätestens bis 2033 muss der Umtausch in einen neuen EU-Führerschein erfolgen. Um den dann drohenden Ansturm zu verhindern, rät die Fahrerlaubnisbehörde jetzt zum Tausch.

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"Das Gegenteil sei der Fall. So könnten sich Inhaber der alten Klasse 3 Gespanne mit einachsigen Anhängern und mehr als zwölf Tonnen Gesamtgewicht oder die neue Klasse T für große Traktoren eintragen lassen, für die es mehr
früher einen Lkw-Führerschein brauchte."

Liebe Red., auch das ist leider nicht ganz richtig. Aber ich gebe zu, die Komplexität der Materie lässt sich in einem kurzen Artikel kaum darstellen. Diejenigen, die hier schreien, sollen erst einmal die Karten auf den Tisch legen und selbst beweisen, ob sie wirklich was von der Materie verstehen. Selbst die Führerscheinstellen machen immer wieder Fehler.

Fakt ist: Die o.g. Züge durfte man natürlich auch schon mit dem alten PKW-Lappen fahren (und zwar bis zur Vollendung des 50. Lebensjahrs). Also muss sich hier gar niemand aufregen!

Es ist vielmehr so, dass einige Zugkombinationen aus der alten Klasse 3 heute eindeutig in die LKW-Klasse (CE) hineingehören.

Sowohl bei dem alten Lappen als auch bei dem Plastikführerschein erlischt mit Vollendung des 50. Lebensjahrsein ein Teil dieses Besitzstandrechts (SKZ 79), wenn der Lappen nicht umgetauscht und zudem die gesundheitliche Eignung (gem. den Bestimmungen der FEV) nachgewiesen wird. Das heißt, wer das Recht, schwerere Fahrzeugkombinationen aus dem alten Recht zu fahren, über das 50. LJ hinaus erhalten will, muss schon mit 50 den Lappen, egal ob rosa oder grau, gegen eine Plastikkarte umtauschen.

Es ist in der Tat so, dass mit Umtausch ein Vorteil erworben wird, den es mit dem alten Lappen nicht gab. So dürfen dann Züge mit mehr als drei Achsen gefahren werden (begrenzt auf 12 t). Mit dem alten Dreier war bei drei Achsen Schluss, außer für zulassungsfreie Züge (Zugmaschinen aus LuF oder von Schaustellern etc.).

Außer vielleicht der gesetzlich verankerten Gebühr (24 EUR) erkenne ich wirklich keinen Nachteil, der gegen den EU-Führerschein spräche. Mit dem neuen Scheckkarten-Führerschein darf man (als Altinhaber) sogar mit einem PKW (bspw. Geländewagen) einen (rel. leichten) Dreichachs-Anhänger ziehen/fahren. Gerade für viele Handwerker ist das ein Vorteil, weil ein solcher Drehschemel-Anhänger viel ruhiger hinterherläuft als ein Tandemachser mit vergleichbarem Gewicht. Mit dem Besitz eines alten Lappens darf man das übrigens solange nicht, bis der Umtausch tatsächlich erfolgt ist. Man kann also nicht einwenden, ja, ich könnte aber doch umtauschen und dann...Nein! Dämliche Formsache zwar, ist aber so!

Schlecht - gegenüber dem alten Lappen - ist immer eine sog. Neuerteilung. Hier fallen dann einige Rechte wirklich weg. Insbesondere im Bereich der Kraftomnibusse, was z.B. für Kfz-Meister (Probefahrten) extrem relevant sein kann und auch beim Schadenfreiheitsrabatt bei der (LKW-)Versicherung. Wer zu lange nach Erreichen des 50. LJ wartet, läuft Gefahr, dass er anstatt einer „Verlängerung“ eben eine solche „Neuerteilung“ (eines Teils seiner Fahrerlaubnisrechte) erlebt.
Bild 3: "Braune und rosa Führerscheine" (Grafik: Steinhaus)
Selbst ein so simpler Sachverhalt wird nicht korrekt dargestellt. Schlampige Arbeit allerorten oder kann man das schon Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mehr
nennen?
Schaut sich das eigentlich überhaupt niemand vor Veröffentlichung an, um zumindest solche offensichtlichen Fehler zu korrigieren?

(Anm. d. Red.: Selbstverständlich werden sämtliche redaktionellen Beiträge nicht nur so sorgfältig wie möglich erstellt, sondern mit der gleichen Kompetenz mehrfach geprüft. Dennoch passieren Fehler - wie überall, wo Menschen arbeiten. Daher sind wir froh, wenn uns Leser freundlich auf diese Fehler aufmerksam machen. So können wir sie korrigieren und in Zukunft möglichst vermeiden. Diese Hinweise dürfen auch gern anonym erfolgen - und selbst die unnötig unfreundlichen oder beleidigenden nehmen wir mit professioneller Dankbarkeit entgegen.)
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