Liebe zur Musik verbindet

THEATER Schüler der Johannes-Gutenberg-Schule zeigen Musical

Johnny (Daniel Herr) und Skyler (Angi Senjug) merken sofort, dass da etwas ist, das sie verbindet.

Das Musical erzählt die Geschichte von Skyler und Johnny: Skyler ist neu an der Schule und erlebt gleich an ihrem ersten Tag die Streitereien zwischen den Schülern, insbesondere zwischen den Mitgliedern der Rockband und des Chors. Als Skyler im Chor nicht aufgenommen wird, lädt Johnny sie ein, neue Sängerin in seiner Band zu werden. Die beiden kommen sich näher.

Sowohl die Band- als auch die Chormitglieder entschließen sich, an einem Talentwettbewerb teilzunehmen. Durch Konflikte droht das Unternehmen zu scheitern. Auch Johnny und Skyler verlieren sich aus den Augen. Am Schluss steht die Einsicht, dass Fehler gemacht wurden und es nun Zeit zur Versöhnung ist.

Die beiden Musicalaufführung sind das Ergebnis von zwei Jahren harter Arbeit des Wahlpflichtkurses Musik der Jahrgangsstufe 10 unter der Leitung von Tim Gilbert. Die Akteure hatten gemeinsam eine eigene Geschichte entwickelt, Charaktere erschaffen und die Musik ausgewählt. Zusammen mit Schülern des Kurses der Stufe 9 sowie weiteren Darstellern und Helfern umfasste das Ensemble rund 100 Akteure. Unterstützt wurde Gilbert von Nico Loh, Simone Strauß-Schwabe und Christian Weiher.

Neben dem Titellied "Music was my first love" (John Miles) hatten die Schüler auch rockigere Titel wie "Satisfaction" ("Rolling Stones") und "I love Rock ’n’ Roll" ("Arrows") ausgewählt.

Gleichwohl erklangen auch deutsche Titel wie "Ein Kompliment" ("Sportfreunde Stiller") und aktuelle Songs wie "Price Tag" (Jessie J), die in die Geschichte eingeflochten wurden.

Unter der Leitung von Nico Loh überzeugte die Schulband "The Lazy Socks" mit guten Instrumentalisten, gekonnten Übergängen und Soli, vor allem im großen Final-Medley. Die Akteure zeigten ihr Können sowohl beim Gesang - einstimmig, mehrstimmig, a cappella - als auch im Schauspiel. Beeindruckend war vor allem die detailreiche Darstellung der Charakterzüge der Figuren.

Der große Chor wurde phasenweise vor und auf der Bühne mit eingebunden und die Lieder durch passende Choreographien und Kostüme unterstrichen.

Das Bühnenbild bot Raum für jede Szene, indem verschiedene Ecken ausgenutzt wurden. Licht- und Tontechnik von Thorsten Schauß und Dimitry Martin rundeten die Vorführung ab. Insgesamt zeichnete sich das Ensemble durch ein gutes, humorvolles Zusammenspiel aus. Es wurde deutlich, dass hinter der Aufführung viel Arbeit steckt.

Die Zuschauer bedankten sich für die zweistündige Vorstellung mit viel Applaus. Schüler und Lehrer sprachen sich gegenseitig ihren Dank aus und tauschten Präsente. Viel Lob für das "musikalische Potenzial der Schüler" gab es von Schulleiterin Gabriele Abraham. Anschließend durften sich alle über eine Zugabe freuen.

Etwa 100 Akteure zeigten ihr Können auf und hinter der Bühne

"Die Liebe zur Musik hat uns von Anfang an verbunden", fasste Tim Gilbert die zweijährige Arbeit zusammen. "Unstimmigkeiten, wie sie im Musical vorkommen, gab es auch in den Proben. Umso schöner ist es, am Ende die Entwicklung und Verantwortung der Schüler zu sehen." Nicht die Aufführung sei letztendlich das Ergebnis des Projektes, sondern die musikalische, schauspielerische und auch persönliche Reife der Schüler. "Bei den Proben gab es viel Druck, aber es hat immer Spaß gemacht. Es war einfach grandios."


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