Lesezeit für diesen Artikel (955 Wörter): 4 Minuten, 09 Sekunden
Vielen Dank,
dass Ihnen mittelhessen.de so gut gefällt!
Registrieren
Sie sind bereits registriert? Zum Login
Sie sind bereits Abonnent einer unserer Tageszeitungen und haben noch keine Zugangsdaten? Zur Schnellregistrierung
Unsere Angebote

Abonnement ONLINE.

Unbegrenzter Zugriff auf alle Inhalte für mittelhessen.de und die News-App.

6,90 €

Abonnement DIGITAL.

Unbegrenzter Zugriff auf das E-Paper Ihrer Tageszeitung, mittelhessen.de und die News-App.

25,90 €

Monatspass

Unbegrenzter Zugriff auf die Onlineausgabe Ihrer Tageszeitung für 30 Tage

Bezahlung per Handy Bezahlung über PayPal
Bevor es weiter geht...

... ein spannendes Angebot für Sie als treuen Leser:

 

Unser Abonnement ONLINE ist aktuell im ersten Monat kostenfrei (danach, 6,90 € monatlich). Sie erhalten damit vollen Zugriff auf alle Inhalte auf mittelhessen.de und in der News-App.

 

Sie wollen sich nicht lange an einen Vertrag binden?
Kein Problem! Sie können monatlich kündigen.

Monatspass
Bitte Zahlungsart wählen:

7,90 €

Tagespass

Unbegrenzter Zugriff auf die Onlineausgabe Ihrer Tageszeitung für 24 Stunden

Bezahlung per Handy Bezahlung über PayPal
Bevor es weiter geht...

... ein spannendes Angebot für Sie als treuen Leser:

 

Unser Abonnement ONLINE ist aktuell im ersten Monat kostenfrei (danach, 6,90 € monatlich). Sie erhalten damit vollen Zugriff auf alle Inhalte auf mittelhessen.de und in der News-App.

 

Sie wollen sich nicht lange an einen Vertrag binden?
Kein Problem! Sie können monatlich kündigen.

Tagespass
Bitte Zahlungsart wählen:

1,80 €

Alle Angebote im Überblick

Sie haben Fragen oder benötigen Hilfe? Dann rufen Sie uns an unter 06441 959-99 oder senden uns eine E-Mail an service(at)mittelhessen.de

Null Chance gegen Crosser im Wald

NATURSCHUTZ Spaziergänger, Förster und Jäger regen sich auf - die Polizei sieht sich machtlos

Herborn. Kennen Sie das? Sie gehen im Wald spazieren, genießen seine kühle Frische, erfreuen sich am Gesang der Vögel und vielleicht an einem wilden Tier, das sie erblicken, wie es im Unterholz abseits eines Weges unterwegs ist. Herrlich diese Ruhe der Natur. Aber dann: WROOAM! Auf einen Schlag ist alles vorbei. Ganz in der Nähe sind Crosser unterwegs, brettern mit ihren schweren Maschinen rücksichtslos durch Wald und Flur.

Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2014
Sehr geehrte Leser, was würden Sie tun, wenn es in ganz Deutschland keinen einzigen Ort gäbe, an dem Sie Ihrem Hobby legal nachgehen dürften? Würden Sie Ihre Fußballschuhe an den Haken hängen, Ihre Ski verbrennen und mehr
die Trainingsjacke nur noch auf dem Weg zur Kneipe anziehen? Gut, dass das für die Meisten von Ihnen eine rein hypothetische Frage ist, denn wenn Sie nicht gerade Endurofahrer sind, sind Sie sehr wahrscheinlich bestens in Bezug auf entsprechende Sportstätten versorgt. Als Endurofahrer hingegen ist es tatsächlich so, dass es im ganzen Land nicht einen einzigen vollwertigen Enduropark gibt, in dem man sein Hobby betreiben kann. Motocrossstrecken sind zwar vorhanden, doch die sind für Endurofahrer in etwa so interessant, wie ein Schwimmbad für einen Taucher: Grundlegendes Techniktraining ist möglich, aber allgemein fehlt die Herausforderung, was früher oder später Langeweile aufkommen lässt. Derzeit bleibt der Enduroszene neben der Teilnahme an gelegentlichen nationalen Rennveranstaltungen nur der Weg ins benachbarte Ausland, wo es entweder einen Enduropark gibt (Belgien) oder das Befahren von Gebirgszügen, Wäldern und Steinbrüchen legal oder geduldet ist (Polen, Tschechien). Mangelnde Trainings- und Fahrmöglichkeiten führen jedoch nicht zur Aufgabe des Hobbys, sondern zu einer Suche nach Alternativen. Und zum Leidwesen von Jägern und Jagdaufsehern, Waldbesitzern und Waldpächtern, Umweltaktivisten und Naturschützern und ? wenn man den Vertretern dieser Gruppen Glauben schenken möchte ? besonders zum Leidwesen der Natur, finden einige Endurofahrer ihre Alternative in den heimischen Wäldern. In der Rhein Zeitung war am 09.01.2015 [1] zu lesen, dass im Westerwaldkreis u.a. Vertreter des Waldbauvereins und des Bauernverbands zu einem Runden Tisch zusammen kamen, um ?eine Strategie zur Eindämmung dieses illegalen Freizeitverhaltens? zu erarbeiten. Bezeichnender Weise hatte man zu diesem Treffen keinen Vertreter der Enduroszene geladen, wenngleich ein entsprechender Aufruf bei Veranstaltern oder in einschlägigen Foren sicherlich zu einer positiven Resonanz geführt hätte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Rhein Zeitung eine Stellungnahme zitiert, in der es sinngemäß heißt, dass sich die Konflikte nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme vermeiden ließen und dass Endurofahrer diesen Lösungsansatz nicht wertschätzen würden. Wenngleich der besagte Artikel definitiv einer der fachlich und sachlich besseren zu diesem Thema ist, klingt gerade der Ausschnitt der Stellungnahme, als würde man auf Endurofahrer Rücksicht nehmen wollen; ja, als hätte man mit dem Claus Weselsky der Enduroszene verhandelt, der jede Art von Kompromissvorschlag abgelehnt hat. Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall: Jeglicher Versuch, in Deutschland eine legale Trainingsmöglichkeit zu etablieren, die eine Alternative zum illegalen Fahren darstellen würde, ist bislang gescheitert und das Ausrichten von Enduroveranstaltungen wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Verfolgt man die schon fast wöchentlich erscheinenden Medienberichte, in denen über die sogenannten ?Wildcrosser? geklagt wird, beschleicht einen ohnehin das Gefühl, dass besonders den Waidmännern nicht an einem Kompromiss gelegen ist, sondern diese vielmehr nur ein Ziel vor Augen haben: Den Wald ihren Vorstellungen entsprechend zu gestalten und zu nutzen. Motorsägen, Traktoren, Hobbyholzfäller und tonnenschwere Holzvollerntemaschinen (Harvester) passen in ihr Konzept; Enduros hingegen nicht. Die ausbleibende Kreativität bei der Schaffung wahrer Kompromisse wird durch ausreichend Kreativität bei der Argumentationsführung gegen den Endurosport kompensiert. Von Wildtieren, die sich angeblich bereits an den Lärm von Motorsä! gen gewöhnt haben, nicht aber an Enduros, ist die Rede. Somit hat das Wild offensichtlich gelernt, eine Husqvarna Kettensäge von einer Husqvarna Enduro zu unterscheiden. Gegipfelt hat die Hetze gegen die Enduroszene wohl kürzlich darin, als man ein totes Reh in der Nähe von Spuren eines breiten Stollenreifens fand. Es wurde direkt auf einen kausalen Zusammenhang der beiden Beobachtungen geschlossen und schon war das Bild vom Endurofahrer, der nicht nur Wildtiere zu Tode hetzt, sondern auch mit hoher Geschwindigkeit überfährt, geschaffen. Ich erspare mir an dieser Stelle, die Absurdität dieser Geschichten näher herauszuarbeiten. Dass die, die sich auf dem Motorrad im Wald völlig daneben benehmen und dadurch Wanderer und Reiter gefährden, eine kleine Minderheit darstellen, wird allzu oft und gerne übersehen. Aber ebenso wie nicht alle Endurofahrer kriminell sind, sind nicht alle Jäger Alkoholiker und Brandstifter nicht immer in den Reihen der Feuerwehren zu suchen. Endurofahrer sind Schüler, Auszubildende und Studenten ebenso wie Handwerker, Ärzte, Anwälte und Beamte. Ja selbst Jäger, Jagdaufseher und Naturschützer befinden sich in unseren Reihen. Es wird nachweislich seit Jahren versucht, das illegale Befahren von Wäldern, Wiesen und Steinbrüchen zu verhindern, aber wie jeder weitere Bericht zu diesem Thema belegt: Jegliche Bemühungen sind bislang absolut erfolglos! In den Wäldern um Suhl macht die Polizei seit November 2014 sogar mit einer ?zivilen Enduro Jagd auf Wildcrosser? [2]. Dass nun sogar explizit Steuergeld für die Ergreifung von Endurofahrern ausgegeben wird, zeigt eindrucksvoll, wie groß der Leidensdruck offensichtlich bereits ist. Dabei hat zumindest die Polizei in Herborn bereits erkannt, dass solche Aktionen nicht von Erfolg gekrönt sein werden. In einem Artikel vom 19.09.2014, erschienen aufmittelhessen.de, konstatiert der Polizeichef, Herr Holger Geller: ?Ich sehe da wenig Hoffnung, ganz wenig Hoffnung auf eine Chance, einen zu erwischen. Die Chance tendiert gegen Null.?

 
@Heini, vollkommen richtig !!! Das kenn ich ebenso, jeder der auch nur einen kleinen Hund hat, bezahlt hier Steuern. Nur die Pferdebesitzer haben da bis jetzt wohl eine Sonderstellung, die seines gleichen sucht....
Gruß
Crosser im Wald

Es kann gehen!
Jeder der den Wald benutzt, sei es für die Ausübung seines Hobbys oder weil Bäume geschlagen werden müssen, begibt sich in die Natur.
Jetzt ist plötzlich jeder dem anderen sein Feind.
Da mehr
regt sich der Reiter über den Mountainbiker auf, der Landwirt über Hundebesitzer oder der Spaziergänger über die Crosser auf.
(die Jungs die da im Wald fahren sind übrigens keine Crosser, sondern Enduristen) (Wenn man schon mal solche Berichte in die Zeitung setzt, dann sollte man auch mal etwas recherchieren.
Ich selber bin Jäger und kann relativ objektiv zu diesem Bericht Stellung nehmen.
Was das okologische System stört sind nicht die Crosser, sonder die Baumerntemaschienen (Havester). Die Schäden die hierdurch entstehen sind um einiges höher, als die Pfade, die von den "Crosser" befahren werden.
Ich kann auch nicht verstehen, dass sich das Wild angeblich an die Motorsägen gewöhnt haben sollen, das ist Schwachsinn. Wild fühlt sich durch freilaufende Hunde auch viel mehr verunsichert, als von den "wilden Crossern". die "Crosser" fahren nämlich dem Wild nicht hinterher, im Gegensatz zu den Freilaufenden Hunden. Ich habe auch noch nicht mitbekommen, dass "Crosser" Wild gerissen haben.
Ganz Schlimm sind die Reiter. Zu jeder Zeit sind sie aktiv und der Wald gehört ihnen. Ach ja, wie ist das mit der Steuer? Soweit ich informiert bin, zahlen die "crosser" KFZ Steuern, jährlich, Pferdebesitzer hingegen nicht.
Wenn ich auf dem Ansitz sitze, dann werde ich sehr oft gestört. Nicht etwa durch Motorräder, sondern von Spaziergänger oder die Reiter.
Jeder hat sein Hobby und der Wald ist normalerweise auch groß genug, damit jeder seine Erholung dort finden kann.
Ach ja, noch was: wir Jäger sind die jenigen, die die Wege freischneiden oder ausbessern und dafür auch noch eine Menge Geld bezahlen.
Aber Seile spannen oder mit erhobener Waffe auf die "Crosser" zielen geht gar nicht.
Benno
Geht es um Regeln oder was. Kann bei uns jeder machen was er will. So macht man alternative Parteien stark, weil der Staat seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Weiter so, bis ein neuer Saubermann kommt. Armes mehr
Hessen. Armes Deutschland.
@ tabaluga. ja ,wir haben schon mal was von demokratie gehört , wenn du der meinung bist das wir hier eine demokratie haben , dann weißt du nicht was ein demokratie ist...
ich schätze mal das locker über 50% der mehr
arbeitsfähigen gesellschaft mit vielen sachen nicht zu frieden ist , sei es kleinkram oder haste net gesehen. sollen die sich jetzt auch alle aus Deutschland verpissen? vllt hast du dich ja auch schon über spritsteuer oder sonstiges aufgeregt? ich weiß es nicht , wenn ja , gibt es auch Länder wo der sprit billiger ist.

so nun zur sache , ich bin der meinung , wenn es wenigstens in jedem Bundesland 1 oder 2 endurogelände geben würde , mit genug platz und Struktur, wäre das Problem "fast" aus der welt! es wird immer ne hand voll leute geben die weiter durch die Wälder blasen , aber mit sicherheit ein ganz großer teil nicht mehr , es regt die enduristen selbst auf das wenn sie ihr Hobby ausüben , standig auf der Hut seien müssen, und das ist dann auch net wirklich entspannend!

es werden ja auch Golfplätze und sonstige sachen auch genemigt und in der regel abseits vom wohnort und die natur muss weichen...
also enduro parks herbei und ihr habt ruhe :) muss ja nicht in jeder Gemeinde sowas geben aber wie gesagt 1 bis 2 in jedem bundesland wäre schon ne tolle sache und sowas muss doch machbar sein!?
Mehr aus Region Wetzlar