Polizei schnappt Serien-Autoknacker

KRIMINALITÄT 33-Jähriger in Sicherungshaft

Symbolbild. (Archivfoto: pixelio)

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten, sitzt der 33-Jährige seit Dienstagmorgen in Sicherungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass er in 40 Fällen in Wetzlar Autos aufgebrochen hat.

Das Amtsgericht in Wetzlar hatte den Mann bereits 2015 wegen einer Vielzahl von Autoaufbrüchen zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Nachdem er ins Gefängnis gekommen war, seien keine weiteren Fälle von Einbrüchen in Fahrzeuge registriert worden, teilte die Polizei mit.

Seit Ende März dieses Jahres gab es dann erneut eine Serie von Autoaufbrüchen im Stadtgebiet. Ermittlungen der Wetzlarer Polizei ergaben, dass der 33-Jährige Mitte 2016 auf Bewährung aus der Haft entlassen und in einer Therapieeinrichtung in Südhessen aufgenommen wurde, die er aus eigener Entscheidung wieder verließ.

Offensichtlich sei der Mann Ende März nach Wetzlar zurückgekehrt, wo er erneut begann, Fahrzeuge aufzubrechen, um nach Wertgegenständen zu suchen.

Mit den Taten die Sucht finanziert

Wegen Wiederholungsgefahr erwirkte die Staatsanwaltschaft in Wetzlar einen Sicherungshaftbefehl. Nach aufwendigen Ermittlungen sei der 33-Jährige am Dienstagmorgen festgenommen worden. Der Mann habe seinen Lebensmittelpunkt in Wetzlar und sei der Polizei als Drogenkonsument und Serienstraftäter bekannt, heißt es. Mit seinen Taten finanziere er sowohl seinen Lebensunterhalt als auch seine Drogensucht. (red)


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Kommentare (2)
Es würde mir einen Erkenntnisgewinn bringen. Seit Anfang letzten Jahres arbeite ich an statistischen Auswertungen und sammle meine
Informationen aus der Zeitung (u.a. auch "mittelhessen.de"). Ich möchte ja eben nicht mehr
verallgemeinern, sondern
mich rein auf die Fakten und die Auswertungen dann verlassen können :-) Es wäre also sehr nett, wenn man vielleicht
doch etwas dazu vermerken könnten.

(Anm. d. Red.: In diesem Fall müssen wir auf die Polizei verweisen. Von unserer Seite ist nicht nachvollziehbar, wer die ursprüngliche Polizeimeldung bearbeitet hat und ob die fragliche Info enthalten ist. http://www.presseportal.de/blaulicht/d/polizei)
Kann man hier eventuell etwas zur Nationalität des Täters sagen?

(Anm. d. Red.: Nein - da die Info über das Wissen der Nationalität in diesem Fall keinen weiteren Erkenntnisgewinn bringt. Dazu ein Zitat aus dem mehr
Pressekodex, 12.1: "In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.")
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