Radler mit Rekord: 2,31 Millionen gegen Krebs

RUNDFAHRT "Tour der Hoffnung" übertrifft ihr Ziel

Mit einem Rekord kommen sie aus der Hauptstadt zurück: Die Teilnehmer der Tour der Hoffnung, hier vor dem Brandenburger Tor, haben in diesem Jahr über zwei Millionen Euro für krebskranke Kinder gesammelt, ganz genau 2,31 Millionen. (Foto: Bendlin/Tour der Hoffnung)

„Wir sind sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die zu ehrenamtlichem Engagement bereit sind“, sagt Agnes Bendlin. Gerade hat sie das Spendenergebnis der diesjährigen „Tour der Hoffnung“ verkünden können – und das bricht alle Rekorde. Das Geld kommt, wie auch in den Jahren zuvor, krebskranken Kindern und ihren Familien zugute.

Nach der 280 Kilometer langen Radtour gab es zum Abschluss für Radler und Helfer ein gemeinsames Essen in der Kantine der Stadtwerke Gießen. Auch Thomas Wagner ist dabei. Bereits seit über 20 Jahren fährt er mit: „Als ich damals krebskranke Kinder und ihre verzweifelten Eltern gesehen habe, hat mich das angetrieben“.

Nach dem Prolog mit Start in Gießen ging es für die Teilnehmer mit den Autos weiter in Richtung Berlin. Dort konnte auch das schlechte Wetter die Stimmung nicht trüben. Für gute Stimmung trotz Regenwetter sorgten die zahlreichen Spenden, die die Fahrer auf ihrem Weg entgegennehmen konnten. Die größte Einzelspende mit rund 600 000 Euro wurde am Freitag in der Landesvertretung von Rheinland-Pfalz übergeben. Das Geld war zuvor bei der Vor-Tour eingefahren worden.

Becker: „Man wird richtig geerdet“

Eigentliches Ziel am Freitag war die Nachsorgeklinik in Bernau. „Dort kann man sehen, wie wichtig die Nachsorge für die ganze Familie ist“ so Bendlin. Denn nicht nur die kleinen Patienten würden unter der Krankheit leiden. Auch für Eltern und Geschwister sei die Situation schwierig, doch oft würden diese in den Hintergrund geraten. „Wenn man Kinder sieht, die die Krankheit hatten und jetzt auf dem Weg der Besserung sind, ist das eine große Freude“, sagt Organisationsleiter Gerhard Becker aus Heuchelheim. Überhaupt seien die Treffen mit den Kindern sehr eindringlich: „Wenn man Kinder trifft, die sich in Behandlung befinden, wird man richtig geerdet“.

Unter den prominenten Unterstützern waren in diesem Jahr unter anderem der ehemalige Profiboxer Henry Maske und Fernsehmoderator Johannes B. Kerner. Dieser habe auch bereits angekündigt, die Tour weiterhin unterstützen zu wollen, verrät Bendlin. (ga)


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