Stau verursacht Ärger und Fragen

Verkehr  Stadt erntet eine Menge Kritik im Netz und will einen Antwortenkatalog liefern

Schlangestehen in der Gloëlstraße: Die Sperrung der Altenberger Straße und die Bauarbeiten an der B49 sorgen für Staus und Behinderungen in der Stadt. (Foto: Reeber)

Wer in diesen Tagen mit dem Auto durch Wetzlar fährt, braucht je nach Fahrtrichtung Geduld – viel Geduld. Seit Ende September ist die Altenberger Straße wegen Fahrbahn- und Leitungserneuerung dicht. Das Vorhaben liegt in Regie der Stadt und des Versorgers enwag. Hinzu kommen weitere große Baustellen rund um Wetzlar: Auf der B 49 und deren Anschlussstellen am Gloelknoten und Forum, im Norden an der B 277 Richtung Aßlar. Zuständig ist hier jeweils die Landes-Straßenbaubehörde Hessen-Mobil.

Alles zusammen sorgt für teilweise erhebliche Staus: Wegen der verkürzten Linksabbiegespur von der Gloëlstraße zur B 49 Richtung Limburg etwa stauen sich Fahrzeuge zurück bis auf den Karl-Kellner-Ring.

Die Stadtverwaltung hat auf ihrer Facebook-Seite am Dienstagmorgen Nutzer aufgefordert, Fragen zu Baustellen und Staus zu stellen und Rückmeldungen zu geben.

Im Rathaus werden die Fragen gesammelt, auf der Internetseite und auf Facebook folgen die Antworten

Ärger und Unverständnis folgten prompt und reichlich: Warum alle Baustellen auf einmal? Wer hat die Eingriffe überhaupt so geplant, obwohl massive Behinderungen absehbar gewesen seien? Sprechen sich Stadt und Hessen-Mobil nicht ab? Allein bis Mittwochmorgen habe es fast 100 Kommentare gegeben, heißt es aus der Pressestelle im Rathaus.

Die Fragen werden gesammelt, ein Antwortenkatalog folge auf der Internetseite und der Facebook-Seite der Stadt, kündigt Ordnungsdezernent Jörg Kratkey an. In vielen Fällen gehe es auch um Fragen, die sich an Hessen-Mobil richten und weitergeleitet würden.

Kratkey zeigt Verständnis für Kritik und Ärger aller Betroffenen, weist aber den Vorwurf der Fehlplanung zurück. Die Stadt sei ständig im Austausch mit Hessen-Mobil, ein weiteres Gespräch ist für Donnerstagmorgen vorgesehen. Kratkey bemerkt: Selbst wenn es auf der B 49 keine Baustelle gäbe, würde die Sperrung der Altenberger Straße als Verbindung zwischen Dillfeld und Innenstadt für Behinderungen sorgen.

Und: Ein Aufschieben der Bauarbeiten an den wichtigsten Verkehrsachsen in der Stadt bringe nichts – in diesem Fall kämen zu einem späteren Zeitpunkt um so mehr Baustellen zusammen, die für Behinderungen sorgen. Eine Frist bildet der Abriss der maroden B 49-Hochstraße. (diw)


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Kommentare (1)
Schön zu sehen, dass die Stadt nun die Dringlichkeit für Informationen auf der Homepage nun eingesehen hat. In der Stadtverordnetenversammlung wurde dem FDP-Antrag noch von SPD/FWG/Grüne die Dringlichkeit abgesprochen. mehr

Man hätte zur Entlastung des Linksabbiegers von der Gloelstraße zur B49 die alte Bahnhofseinfahrt von der Bannstraße in die Bahnhofsstraße reaktivieren können. Auch wäre die Verengung auf eine Spur in der Bannstraße / B49 Auffahrt erst hinter der Kreuzung Bahnhofsstraße eine Möglichkeit mehr Fahrzeuge pro Grünphase über die Kreuzung zu schaffen. Wetzlar sollte doch besser mal einen eigenen Verkehrsplaner einstellen.
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