Urteil zu Kindstötung ist rechtskräftig

Justiz  24-Jährige scheitert mit Revision am BGH

Seit ihrer Festnahme im März 2016 schwieg die 23-jährige Angeklagte. (Foto: Gross)

Neun Jahre Haft für die damals 23-jährige Frau lautete das Urteil im vergangenen Juli. Das Limburger Landgericht sah es als erwiesen an, dass die junge Mutter ihre neugeborene Tochter am 1. Dezember 2015 getötet und die Leiche anschließend entsorgt hatte. Ihre Schwangerschaft hatte die Frau verheimlicht. Bis heute fehlt von der Leiche des Kindes jede Spur.

Der Version der Mutter, dass sie das Kind an eine Disko-Bekanntschaft – den mutmaßlichen Vater – abgegeben habe, folgte das Gericht damals nicht. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte in ihrem abschließenden Plädoyer gemutmaßt, die Frau habe das Kind in Containern für Wildabfälle entsorgt, die sich auf dem Grundstück der Familie ihres Partners – der nicht Erzeuger des Kindes gewesen sein soll – befanden.

Bundesgerichtshof folgt Landgericht

Die Staatsanwaltschaft hatte in der Anklageschrift noch die Annahme vertreten, die Mutter zweier weiterer Kinder habe ihren „angenehmen Lebensstil“ nicht aufgeben wollen. Statt Mordes wegen „krasser Selbstsucht“ lauteten staatsanwaltliches Plädoyer wie auch Urteil dann aber auf Totschlag.

Gegen dieses Urteil hatte die heute 24-jährige Frau Revision eingelegt und ist damit nun gescheitert. Wie ein Sprecher des Landgerichts Limburg mitteilt, hat der Bundesgerichtshof die Entscheidung des Landgerichtes bestätigt. Das Urteil ist damit rechtskräftig. (red/kel)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Mehr zum Thema
Kommentare (1)
"Erzeuger des Kindes"

Menschenverachtendes Deutsch. Kinder werden nicht "ERzeugt", wie zum Bsp. Strom, Gemüse oder ein Kleidungsstück!
Mehr aus Region Wetzlar