Woolrec beschäftigt Strafrichter

Drei Jahre nach der Anklage wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen in mehr als 50 Fällen soll es zum Prozess gegen den Chef der ehemaligen Braunfelser Recyclingfirma Woolrec und deren Gutachter kommen. (Archivfoto: Dedert/dpa)

Der Termin stehe noch nicht fest, der Prozess solle schnellstmöglich starten, erklärte ein Sprecher des Gießener Landgerichts. Er bestätigte einen Bericht des hr, nach dem das Oberlandesgericht Frankfurt bereits am 29. März die Anklage gegen Ex-Woolrec-Chef Edwin F. und den Gutachter Stefan G. zugelassen und die Gießener Kollegen aufgefordert hat, das Verfahren zu eröffnen.

Im September 2016 hatte das Landgericht nach fast zwei Jahren Prüfung die Anklage als „nicht ausreichend umrissen“ abgelehnt. Die Gießener Staatsanwaltschaft legte deshalb Beschwerde ein. Bei den 50 vorgeworfenen Fällen handelt es sich um Unbedenklichkeitsbescheinigungen, die der Professor aus Gießen für das von Woolrec gefertigte Woolit ausgestellt haben soll. Woolit steht mehreren Gutachten zufolge im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Staatsanwaltschaft geht von besonders schweren Fällen aus, weil die Angeklagten aus Gewinnsucht gehandelt hätten. Das Strafmaß dafür reicht von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Haft. (gro)


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Kommentare (1)
Das wurde aber auch Zeit. 29. März - 29. August, und noch kein Termin? Dauert das immer 3 Jahre? Seltsam?
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