Zahl der Tuberkulose-Fälle nimmt zu

MEDIZIN  Gesundheitsamt berichtet über Infektionskrankheiten im Lahn-Dill-Kreis

Gefährliche Flecken auf der Lunge: Auf einem Röntgenbild wird die Infektion mit Tuberkulose-Bakterien sichtbar. (Archivfoto: Fischer/dpa)

Auch weitere Infektionskrankheiten hätten in den vergangenen Jahren zugenommen. Dies berichtete die Behörde in einer Sitzung des Kreis-Gesundheitsausschusses in Wetzlar. Die Zunahme der Krankheiten stehe in Zusammenhang mit der gestiegenen Zahl an Asylbewerbern im Kreis. Nach Angaben von Amtsärztin Dr. Susanne Simon-Schmidt gab es in den vergangenen Jahren so viele Tuberkulose-Fälle im Lahn-Dill-Kreis:

2014: 9

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2015: 17

2016: 11

2017: 12 (bis Ende Juli)

Es seien sogenannte Indexfälle, also die jeweiligen Erstfälle, die der Behörde bekannt wurden. Daraufhin würden dann auch die Kontaktpersonen dieser Indexfälle vom Gesundheitsamt untersucht (jeweils etwa 400 Personen pro Jahr).

Unter den Indexfällen seien 2014 zwei Asylbewerber gewesen, 2015 sieben, 2016 vier und 2017 bislang sechs.

Laut Dr. Simon-Schmidt gab es zuletzt im Lahn-Dill-Kreis keine Krätze mehr, mittlerweile seien aber die Fälle auf eine Zahl „im zweistelligen Bereich“ angewachsen.

Krätze-Fälle „im zweistelligen Bereich“

Anlass für diesen Bericht des Gesundheitsamtes: Die CDU hatte gefragt, warum der Kreis eine Drittel-Stelle mehr im Gesundheitsamt geschaffen hatte. Der Grund für diese Stelle: die Zunahme an Infektionskrankheiten und die damit verbundene Mehrarbeit. CDU-Kreistagsabgeordneter Eberhard Horne stellte nach dem Bericht fest: „Die Stelle ist gerechtfertigt.“


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