„Jetzt haben wir etwas Druck“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier im Gespräch mit Haigers Bürgermeister Mario Schramm (2.v.l.) und Stadtverordnetenvorsteher Bernd Seipel (2.v.r.). Links Staatsminister Axel Wintermeyer.   Foto: C. Weber

Wetzlar hatte fünf Planer für den Hessentag 2012, in Bensheim haben 2014 drei Organisatoren das Landesfest vorbereitet und in Herborn war vor zwei Jahren Jörg Kring...

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Haiger. Wetzlar hatte fünf Planer für den Hessentag 2012, in Bensheim haben 2014 drei Organisatoren das Landesfest vorbereitet und in Herborn war vor zwei Jahren Jörg Kring "Hessentagsbeauftragter" – in Haiger plant ein Quartett das Groß;ereignis im Jahr 2022.

Die stellvertretende Büroleiterin Julia Bastian wird der Kopf dieser vier Projektmanager sein, zu denen auß;erdem Timo Dietermann, André Münker und Oliver Thielmann gehören. Zusammen mit Bürgermeister Mario Schramm saß;en die "Macher" am Dienstag bereits in Wiesbaden mit dem Hessentagsbeauftragten des Landes, Thorsten Herrmann, zusammen. Der Ex-Bürgermeister der ehemaligen Hessentagsstadt Bensheim wird in naher und fernen Zukunft permanent in die Planungen der Haigerer Projektmanager eingebunden sein.

Sie werden sich – mit Blick auf das Budget – mit den Kollegen der vergangenen Landesfeste in Herborn und Rüsselsheim sowie den Organisatoren der diesjährigen Veranstaltung in Korbach austauschen, um die finanzielle Planung auf die Beine stellen zu können.

Haigerer Bahnhof muss bis 2022 für den Hessentag behindertengerecht umgebaut werden

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Bauamtsleiter André Münker wird die Aufgabe zukommen, die Infrastrukturmaß;nahmen auf den Weg zu bringen, die nicht nur in den zehn Tagen im Jahr 2022 von Bedeutung sind. Das gilt beispielsweise für den Kreisel auf der Kalteiche, der gleichzeitig zur Anbindung der dritten Stufe der Gewerbegebiets genutzt werden soll. In diesem Zusammenhang will Mario Schramm auch die Bürgermeister auf dem Westerwald und im Siegerland inklusive Landrat Andreas Müller über den Hessentag informieren, damit diese in vier Jahren Baumaß;nahmen vermeiden, die die dann erwarteten Verkehrsströme behindern. Zu diesem Maß;nahmenpaket zählt auch, die derzeitige Autobahn-Behelfsausfahrt an der Haigertalbrücke, die zur Zufahrt für den Hauptparkplatz werden soll, "offiziell werden zu lassen".

"Da haben wir jetzt etwas Druck, weil Dinge spätestens bis 2022 fertig sein müssen, die wir bislang auch noch einmal zurückstellen konnten", sagt Schramm. Themen sind neben der Sanierung der Stadthalle auch die beiden Bahnhöfe in Haiger und Sechshelden, wo es schon Kontakt zu einem Bahnmanager gab. "Ein wichtiges Thema ist die Erreichbarkeit der Stadt", sagt Schramm, der mit 200 000 bis 300 000 Besuchern rechnet, die den Hessentag mit der Bahn ansteuern. Und diese Gäste finden derzeit in Haiger keinen behindertengerechten Bahnhof vor.

In nächster Zeit werden sich die Haigerer Planer auch mit denjenigen treffen, die beim Hessentag "groß;e Flächen fressen". Die Stadt hat bereits ein Flächenkonzept erstellt, dass dann beispielsweise mit dem Hessischen Rundfunk und FFH besprochen werden soll.

Schramm spricht auch von einem "Hessentagsbeirat", den vergangene Gastgeber zumeist aus den Reihen des Haupt- und Finanzausschusses zusammenstellten.

Wenn das grobe Gerüst des Hessentages feststehe, gehe es an die Gruppenarbeit. Im Raum steht da laut Bürgermeister, in jedem Stadtteil einen kleinen Arbeitskreis zu bilden, der die Besonderheiten des Dorfes heraushebt, so dass diese beim Landesfest einen Platz finden.

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Im vergangenen Jahr hat Haiger mit der Präsentation der geplanten Ausstellungsfläche am Haigerbach in Richtung Allendorf den Startschuss für die damals als "Hessentag 20XX" bezeichnete Bewerbung gegeben. Für 2019 kann sich Bürgermeister Mario Schramm vorstellen, das "Sibre-Sportzentrum" auf dem "Haarwasen" als Arena für musikalische Veranstaltungen zu testen.