Stadt Ludwigshafen stellt 171 Asylsuchende unter Quarantäne

aus Coronavirus-Pandemie

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Drei Bewohner einer Sammelunterkunft im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim sind mit dem Coronavirus infiziert.

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. Ludwigshafen (red). Die Stadt Ludwigshafen hat die Bewohner einer Sammelunterkunft für Asylsuchende im Stadtteil Oggersheim unter Quarantäne gestellt. Dort waren bereits am Mittwochabend zwei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mttlerweile ist nach Angaben der städtischen Pressestelle noch eine dritte Person positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Die Stadtverwaltung habe mit dem Gesundheitsamt vereinbart, die bisher drei infizierten Bewohner in anderen Räumlichkeiten innerhalb der Stadt Ludwigshafen unterzubringen, heißt es in der Mitteilung. Dieser Umzug werde gerade vorbereitet. "Wir sind uns bewusst, dass die Situation für die von der Quarantäne Betroffenen unter diesen Umständen eine große Belastung bedeutet. Wir versuchen daher alles, um die Lage für alle erträglicher zu machen", wird Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) zitiert. Die medizinische Versorgung der Bewohner vor Ort soll derweil durch lokale Ärzte sichergestellt werden. Die Versorgung der Bewohner mit Lebensmitteln zur Selbstversorgung sei ebenso organisiert.

Enge Abstimmung mit dem Gesundheitsamt

"Wichtig ist die enge Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem medizinischen Fachpersonal. Wir setzen alles daran, die Quarantänezeit zu verkürzen, aber wir müssen im Interesse aller absolut sicher sein. Mein Dank gilt all den Menschen und Institutionen, die uns in dieser Situation mit Rat und Tat unterstützen", so Steinruck.

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"Da wir vorbereitet waren, konnten wir in kürzester Zeit alles Wichtige veranlassen und organisieren. Für uns in der Sozialverwaltung ist das gleichwohl eine große Aufgabe, die wir gemeinsam mit Kollegen bewältigen. Die Menschen in der Unterkunft können sicher sein, dass sie gut versorgt sind", ergänzt Sozialdezernentin Beate Steeg.

Die Quarantäne für alle Bewohner der Oggersheimer Unterkunft sei laut Stadtverwaltung notwendig geworden, da die Bewohner dort mehrere Gemeinschaftseinrichtungen nutzen oder sich auch Wohnräume teilen würden. "Wir ergreifen konsequent alle erforderlichen Maßnahmen, um eine Ausbreitung des Virus zu unterbinden", erklärt Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.

In der Sammelunterkunft sind insgesamt 171 Männer untergebracht. Die Unterkunft besteht aus drei Gebäuden mit je zwei Stockwerken und bietet Platz für bis zu 300 Personen.