Frank & frei

Eine Annehmlichkeit dieser Montagskolumne ist die Gewissheit, dass selbst dem augenscheinlich trockensten Thema noch eine Pointe abgerungen wird. Da ich mir jedoch eine Woche "Humor-Fasten" verordnet habe, dürfen Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich erstmals Ihr eigenes "frank & frei" zusammenstellen. Ich liefere Ihnen lediglich die Bausteine.

Wenn beispielsweise unser frisch gewählter neuer grüner Stadtrat Norbert Kortlüke versichert, so schnell wie möglich nach Wetzlar ziehen zu wollen und gleichzeitig die SPD endlich auch das Thema "Bauplätze" für sich entdeckt hat, ließe sich doch ein humoristischer Zusammenhang herstellen.

Wenn unser neues städtisches Regierungsmitglied dann noch betont, dass Wetzlar ihm sehr gut gefalle und man die Tatsache berücksichtigt, dass er aus Paderborn zu uns kommt - auf geht’s, liebe Leserinnen und Leser, es ist einfacher, als Sie denken.

Falls Sie noch mehr Stoff für unser Humor-Mitmach-Projekt brauchen: Barbara Greis warf vorsorglich in der Begründung für den Wahlvorschlag ein, dass vielleicht einige denken könnten: "Warum gerade Herr Kortlüke? Der ist doch gar kein Wetzlarer, ja nicht mal ein Mittelhesse." Diese Erwähnung wäre allerdings unnötig gewesen, denn wir hatten schon Leute im Parlament, bei denen der Vorbehalt "nicht aus Wetzlar zu stammen" das kleinere Übel gewesen wäre, da sie den Eindruck erweckten, gleich von einem ganz anderen Planeten zu kommen.

Und ich hätte noch eine kleine Randgeschichte für Sie zur Abrundung Ihrer Zeilen: Klaus Tschakert von der SPD warf angesichts der Kritik der CDU an der Wahl eines vierten hauptamtlichen Stadtrates ein, dass gerade unsere Bürgerlichen zu ihrer Regierungszeit doch immer die Notwendigkeit von vier Hauptamtlichen betont hätten.

Daraus lassen sich sogar zwei kleine Pointen basteln, denn erstens schadete es zu Zeiten der bürgerlichen Regierung nichts, jemanden in Reserve zu haben, wo man doch sogar in den eigenen Reihen gerne mal an hauptamtlichen Stühlen sägte, und zweitens brauchte man schon deshalb einen Mann mehr, weil einer der Verantwortlichen irgendwie immer den Eindruck erweckte, keine Lust auf den ganzen Rathaus-Stress zu haben.

Derzeit sind die einschlägigen Internet-Foren voll von Witzen über den Pferdefleisch-Skandal und leider erfährt man nicht, wer sich die heiteren Sprüche ausgedacht hat. Als besonderen Service für Sie, liebe Leserinnen und Leser der Zeitungsgruppe Lahn-Dill, liefere ich Ihnen heute den garantiert echten "frank & frei"-Pferdefleisch-Skandal-Kalauer, mit dem Sie unter Kollegen oder Freunden glänzen können. Und der geht so:

"Mama, ich will ein Pferd" "Sei still und iss Deine Lasagne!" Na gut, es war einen Versuch wert.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche. Und keine Sorge, die Fastenzeit geht auch vorbei. Dies schreibt frank & frei Ihr

Frank Mignon


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