Frank & frei

CDU-Mitglied: "Mahlzeit. Na, mein sozialdemokratischer Kollege, auch die Oscar-Verleihung gesehen?" FDP-Mitglied: "Lassen Sie ihn in Frieden. Auf alles, was mit ,Oskar‘ zu tun hat, sind doch die Genossen nicht mehr so gut zu sprechen." Gelächter am Tisch, darauf das SPD-Mitglied: "Na ja, immerhin lautet doch der am meisten gesprochene Satz ,And the Oscar goes to …‘, das beschreibt doch die ganze Misere mit unserem ehemaligen Vorsitzenden recht gut." Grünen-Mitglied: "Der Til Schweiger soll ja extra für die schwarz-gelbe Koalition eine Fortsetzung seines Erfolgsstreifens ,Kein-ohrhasen‘ planen."

CDU-Mitglied: "Wirklich? Und wie soll der heißen?"

Grünen-Mitglied: "Na, ,Kein-Doktor-haben‘ natürlich."

CDU-Mitglied: "Lachen Sie nur, in Aßlar soll ja jetzt ein Tunnel als Ortsumgehung geplant werden."

SPD-Mitglied: "Nein, der Tunnel wird extra für den Roland Esch gebraucht, damit er, ohne mehr als nötig gesehen zu werden, zur Arbeit fahren kann." Grünen-Mitglied: "Ich befürchte eher, dass man sich bei den Freien Wählern entschlossen hat, sich nach der Zins-Pleite in Solms wie in dem Film ,Rififi‘ einfach die fehlenden Moneten in Aßlar durch einen gezielten Einbruch mittels eines unterirdischen Ganges direkt aus einer Sparkassen-Filiale zu holen. Welcher Film ist eigentlich bei der heimischen CDU derzeit besonders angesagt?"

SPD-Mitglied: "Angesichts des Zustandes des Wetzlarer CDU-Stadtverbandes wahrscheinlich ,Das dreckige Dutzend‘."

Gelächter am Tisch, darauf das CDU-Mitglied: "Wir haben nach der erneuten Nominierung von Hans-Jürgen Irmer und Clemens Reif für den Landtag den beiden Herren den Jack-Nicholson-Klassiker ,Das Beste kommt zum Schluss‘ als Geschenk überreicht, denn dort geht es um zwei ältere Herren, die es noch mal so richtig krachen lassen wollen." Grünen-Mitglied: "Und was haben Sie für die junge Garde vorgesehen?"

SPD-Mitglied: "Na ,Denn sie wissen nicht, was sie tun‘ natürlich, denn ,Die Wildgänse kommen‘ ist leider so schwer zu bekommen. Was sagen Sie eigentlich zu dem Vorschlag des Göttinger CDU-Politikers Hartwig Fischer, fehlerhaft etikettierte Pferdefleisch-Lasagne an Bedürftige zu verteilen?"

CDU-Mitglied: "Unser Thomas Heyer würde es ,Klientelbefriedigung‘ nennen."

Grünen-Mitglied: "Dann müsste er es doch seinen eigenen Wählern geben."

SPD-Mitglied: "Das kann er nicht, denn seine Wähler brauchen Pferde nicht zum Essen für die Familie, sondern zum Reiten für die Ehefrau und die Kinder."

Gelächter, darauf das CDU-Mitglied: "Ich wüsste, was man gegen zu viel Pferdefleisch im Essen unternehmen könnte."

Alle am Tisch: "Da sind wir aber mal gespannt, Sie alter ,Pferdeflüsterer‘."

CDU-Mitglied: "Wir übertragen einfach für ein Jahr die Regierungsverantwortung den ,Linken‘."

SPD-Mitglied: "Sind Sie noch ganz bei Trost?"

CDU-Mitglied: "Das hat uns doch die Geschichte gezeigt: Wenn die Kommunisten wirtschaften, wird irgendwann sogar das Pferdefleisch knapp."

Gelächter am Tisch, darauf alle gemeinsam: "Mahlzeit!" Dies schreibt frank & frei

Ihr Frank Mignon


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