1000 Besucher feiern Auftakt des Ochsenfests

FASSBIERANSTICH "Fest lebt vom Mitmachen"

Landrat und Schirmherr Wolfgang Schuster (l.) bekam das erste Bier von Wolfgang Hofmann. Abgefüllt in einem Jubiläumskrug, der bereits beim Ochsenfest 1914 zum Einsatz kam.

Michael Ecklmayr, Spitzname Mike, ließ die Schlagzeug-Sticks fliegen.

Zum Auftakt stimmten die "Fetzentaler" den traditionellen Ochsenfestmarsch an.

Trompete, Tuba, Saxofon oder Horn: auf etlichen Blasinstrumenten zeigten die "Fetzentaler" aus Österreich ihr Können.

Beste Stimmung herrschte auch im Publikum bei der Eröffnung des 64. Ochsenfestes.

"O'zapft is": Auf ein gelungenes Ochsenfest stoßen (v. l.) Landrat und Schirmherr Wolfgang Schuster, Wolfgang Hofmann vom Landwirtschaftlichen Verein, Richard Stoiss (Bill Veranstaltungslogistik), Kai Momberger und Rosemarie Kircher von der Bitburger Braugruppe sowie Oberbürgermeister Wolfram Dette. (Fotos: Keller)

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Ochsenfest startet - Frank Mignon ist dabei

Vor 1000 Besucher im Festzelt gingen die Grußredner auf die lange Tradition von Mittelhessens größtem Volksfest ein, verwiesen auf dessen landwirtschaftlichen Ursprung und lobten das große Engagement vieler Helfer, ohne die ein solches Großereignis nicht zu mache wäre.

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Zur Besucherschar gehörten zahlreiche Ehrengäste, darunter Vertreter aus Behörden und Organisationen, Bürgermeister und ehrenamtliche Kommunalpolitiker. Auch ihnen dankte Hofmann für die Unterstützung. "Das Fest", sagte er, "lebt vom Mitmachen."

Geistlichen Zuspruch gab es durch Kaplan Christian Fahl von der katholischen Domgemeinde und Pfarrer Holger Zirk von den evangelischen Kirchengemeinden Wetzlar und Braunfels. Sie betonten, dass wir von Gott reich beschenkte Geschöpfe sind.

Die weltliche Komponente des Ochsenfests unterstrich anschließend die Stimmungskapelle "Fetzentaler", die den Wies'n-Hit "Sieben Sünden" intonierte.

Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) erinnerte daran, dass durch den Hessentag 2012 in Wetzlar die Wartezeit auf das Ochsenfest etwas verkürzt werden konnte. Er hob besonders den Einsatz der Feuerwehren und der Polizei, der Rettungskräfte und er Ordnungsamts hervor, die ihren Beitrag für eine sichere und friedliche Veranstaltung leisten. Er kündigte typisches Ochsenfestwetter an - heiße Tage, aber auch kühlende Regenschauer.

Als große Ehre sah Landrat Schuster das Amt des Schirmherrn an. Wie auch der aus dem Vogelsberg stammende Festochse "Hektor" sei er ein "Rotes Höhenvieh", allerdings aus dem Westerwald. Er lud alle für Samstag ins Festzelt ein. Dann spielt der Musikverein Driedorf - mit Schuster an der Tuba. "Wir werden den Wetzlarern den Marsch blasen - und es wird ihnen auch noch gefallen."

Dann erfolgte der Fassbieranstich, wobei das erste Bier in einen ganz besonderen Krug floss. Er ist eine Leihgabe der Familie Silberzahn und stammt aus dem Ochsenfestjahr 1914.

"Fetzentaler" bringen mit "Atemlos" und Trompetenecho Stimmung ins Zelt

Musikalischer Begleiter des Abends waren die "Fetzentaler" aus Österreich. Bis weit nach Mitternacht sorgten die Partymacher mit ihrem Repertoire für Stimmung. Zu Wetzlar hat die Band eine besondere Beziehung, immerhin stand lange Jahre mit Andreas Stamm einer von hier in ihren Reihen. Ob Helene Fischers "Atemlos" oder das "Trompetenecho", ob "Lasso" oder "Rotes Pferd", die Musiker wussten, wie man das Publikum bei Laune hält. Und wenn dann noch Saxofonist "Kugei" Kopf über an einer Stange hängend sein Instrument bearbeitete, dann gab es stimmungsmäßig kein Halten mehr.

Fassbieranstich und die Show der "Fetzentaler" - das 64. Ochsenfest erlebte einen Auftakt nach Maß.


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