Wie schmeckt das Ochsenfest?

ESSENSTEST Pommes, Schweinshaxe oder "Slush" - das füllt Besuchern den Bauch

An ihrem Tisch gibt‘s den Handkäs‘ nur mit "Musik" (v. l.): Rosemarie Noack, Irma Möglich und Adelheid Watz genießen die Hüttenberger Spezialität.

Bei Helmut Wendlandt kommt trotz sommerlicher Hitze Schweinshaxe auf den Mittagstisch.

Ingrid Schäfer mag gebrannten Mandeln auf dem Ochsenfest.

Ein Volksfestklassiker: Alexander Walldorf isst Schaschlik mit Pommes und sagt: "Ein bisschen scharf muss sein!"

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- "Ich esse heute eine knusprig gegrillte Schweinshaxe mit Knödel. Das ist meine erste bei diesem Ochsenfest und die schmeckt sehr gut. Besonders die Kruste", sagt Helmut Wendlandt, Zweiter Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Vereins. Trotz der Mittagshitze vor dem großen Festzelt will er sich heute etwas Deftiges für 12,50 Euro gönnen: "Wir haben derzeit sehr viel zu tun, die Vorbereitungen für die Tierschau, das Herzstück fürs Ochsenfest, laufen. Wir gehen das ganze Gelände ab und schauen, wo noch was zu tun ist. Das ist anstrengend." Da hat er sich was Herzhaftes verdient!

- Adelheid Watz genießt Handkäs‘ mit Musik für vier Euro im Handkäszelt des TV Hüttenberg. "Ich hatte schon eine Bratwurst, jetzt hab ich gesagt, zum Nachtisch gibt‘s noch einen Handkäs‘", sagt die Reiskirchenerin - und lacht.

"Handkäs’ muss man hier auf dem Ochsenfest einfach essen"

"Der ist ausgesprochen gut und schön durch, so dass man ihn gut kauen kann", schwärmt sie und schaufelt eine ordentliche Portion Musik - also Zwiebeln, Öl und Essig - auf den Käse. "Das muss man hier auf dem Ochsenfest einfach essen", sagt Watz und die Freundinnen Rosemarie Noack und Irma Möglich, ebenfalls aus Reiskirchen, stimmen ihr zu.

- Das Herz von Ingrid Schäfer schlägt für gebrannte Mandeln (200 Gramm für 4,50 Euro). "Diese hier sind nicht ganz so süß, das kommt mir sehr entgegen", sagt sie. Heute wohne sie in Weilmünster, aber eigentlich sei sie "eine alte Wetzlarerin". "Ich hab in den fünfziger Jahren schon das Ochsenfest als Kind miterlebt, das war damals etwas ganz Besonderes. Hier war‘s auch immer an den Werktagen schon knallvoll", erinnert sie sich.

- Giftig blau, rot und orange blinkt der "Slush" (je nach Größe zwischen 1,50 und 2,50 Euro) in den Händen von Pauline Puhze aus Garbenheim und Luisa Groß aus Wetzlar. "Es ist kalt, schmeckt künstlich und sehr süß, aber das wollen wir so." Natürlich trinken die beiden ganz langsam - sonst wird‘s nicht nur kalt im Bauch, sondern schmerzt auch am Kopf.

- Einen Volksfestklassiker gibt‘s bei Alexander Walldorf aus Gießen: Er hat Schaschlik mit Pommes für vier Euro beim Gourmettreff gekauft. "Das schmeckt wunderbar, ist ein bisschen scharf, genau so wie ich es mag. Ein bisschen scharf muss sein!"


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