Absurde Stimmung

Lessing (Christian Ulmen) und Dorn (Nora Tschirner) mit Kriminaltechniker Ganser (Matthias Matschke) am Fundort der Leiche. (Foto: MDRAnke Neugebauer)

Was spröde klingt, ist der Versuch, eine neue Ironie-Kunst des Tatorts zu erschaffen. Was in den ersten beiden Versuchen aus Weimar noch allenfalls als Andeutung daherkommt, ist hier zu viel des Guten. Am Ende der verrückten 90 Minuten driftet der Krimi derart ins Absurde ab, dass er sich selbst disqualifiziert. Schon nach einer Stunde bewegt sich die Stimmung irgendwo zwischen hysterischem Auflachen und Dauer-Kopfschütteln. Am Ende bleibt die Frage: Möchten uns die Autoren sagen, dass sie Satire können? Falls ja - setzen, ist nur eine Drei.

Denn: Die Idee ist gut, an der Umsetzung mangelt es noch. Irrstes Zitat und zugleich seltsam wirre Referenz: "Da sitzt einer im Schrank." "Frank." "Krank."


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