Am Rande der Kräfte

Koppers Urlaubsvertretung Johanna Stern (Lisa Bitter, links) ist noch vor Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) am Tatort eingetroffen und schon eifrig mit Kriminaltechniker Peter Becker (Peter Espeloer) an der Arbeit. (Foto: Kluge/SWR)

Vom Job völlig aufgefressen ist Lena Odenthal gesundheitlich angeschlagen. Und dann fährt auch noch Kollege Kopper (Andreas Hoppe) mit seiner Band zu einer Hochzeit nach Italien. Dagegen steckt Lena gleich in den nächsten Ermittlungen. In ihrem 60. Fall muss sie sich mit dem Mord an einem Architekten beschäftigen. Er wurde mit K-o.-Tropfen betäubt, erdrosselt und mit einer Champagnerflasche im Hintern abgelegt. Eine von vielen Spuren führt zu einem Rachemotiv - das Opfer war offenbar ein Vergewaltiger. Aber auch Gattin, Bruder und Geschäftspartner verstricken sich in Widersprüche.

Derweil wird die Lebenskrise der dienstältesten "Tatort"-Ermittlerin verstärkt, als die Urlaubsvertretung von Mario Koppe auftaucht: LKA-Frau Johanna Stern, klasse gespielt von Lisa Bitter, ist jung, attraktiv und dynamisch - und setzt im Gegensatz zu Lena Odenthal, die eher ihrem Bauchgefühl vertraut, auf völlig andere Methoden: mehr analytisch und datenbasiert. Neuzugang Stern verspricht auch zukünftig Schwung in den Ludwigshafen-"Tatort" zu bringen. Die Folge "Blackout" zeichnet sich allerdings auch dadurch aus, dass Themen wie Müdigkeit und Erschöpfung im Arbeitsleben angesprochen werden. So befeuern sich die beiden Stränge, Privatleben und Polizeiarbeit, gegenseitig. Der Fall selbst ist solide Krimikost mit durchaus spannenden Elementen.


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