Getrennte Wege

Bönisch (Anna Schudt, l.), Faber (Jörg Hartmann) und Dalay (Aylin Tezel) gehen ins Gefängnis. (Foto: WDR/ Thomas Kost)

Die drei Ermittler gehen getrennte Wege und kommen den Hintergründen der Morde auf die Spur. Es geht um Rache im organisierten Verbrechen, um den letzten Wunsch eines früheren Kollegen, um ein teuflisches Genie, das die Fäden zieht und selbst Peter Faber (Jörg Hartmann) das Wasser reichen kann. Der kaputte Kommissar sieht sich mit den Dämonen seiner Vergangenheit konfrontiert. Und mit seinem gefährlichsten Gegner.

Er hat's nicht leicht, und ist selbst schuld daran: Nachdem er seinen ungeliebten Kollegen Daniel Kossik rausgeekelt hat, bekommt Faber es immer öfter mit Nora Dalay (Aylin Tezel) zu tun. Das Dortmunder Team – das nie eines war – findet einfach keine Ruhe. Dabei bemühen sich Bönisch und diesmal sogar Faber fast verzweifelt darum, die Wogen zu glätten.

Zurecht, denn dieser Fall verlangt ihnen alles ab. Knallharte Knackis, sture Bürokraten, ein psychopathischer Todfeind – und mittendrin der Mann im dreckigen Parka. Dabei beweist der Film von Regisseurin Kerstin Krause einmal mehr, dass die Schwäche der Ruhrpott-Kommissare ihre Stärke ist: Sie sind zornige Einzelgänger und nehmen die bösen Buben auf diese Weise von mehreren Seiten in die Zange.

Eine Schwäche hat allerdings auch die Inszenierung, und das relativiert wiederum deren Stärke. Der Dortmunder „Tatort“ erzählt eine durchgehende Geschichte – was nicht funktioniert, wenn er nur einmal im Jahr läuft.

Also bitte wieder mehr Faber für die Fans. Er ist nämlich noch immer der beste aller „Tatort“-Ermittler.


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