Grenzen verwischen

Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) wird von einem Schwein überrascht. (Foto: Schroeder/NDR)

Der mehrfache Grimme-Preisträger Alexander Adolph hat nicht nur einen spannenden Krimi konstruiert, der die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt, er nimmt sich auch die Massentierhaltung und Lebensmittelproduktion und die Ausbeutung ausländischer Werkvertragsarbeiter vor.

Großartig und in jeder Szene überzeugend: Heino Ferch als Furtwänglers Antagonist, der die Kollegin in mancher Szene blass aussehen lässt.

Etwas zu einfach gestrickt sind die Zufälle, die Lindholm bei ihren Ermittlungen weiterhelfen. Ein zufällig entdeckter Scheck für die Mutter des getöteten Chauffeurs, ein zufällig aus dem Blumentopf fallendes Beweisstück, das ihr hilft, den Fall zu lösen. Dass es letztlich aber nicht immer so einfach ist, trotz aller Zufälle, zeigt das Ende, dem Adolph sehr viel Spielraum zu Interpretationen gibt. Einschalten lohnt sich!


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